Angesichts der globalen Spannungen müsse Italien wieder aufrüsten. „Die bereits vereinbarten Tauschgeschäfte werden natürlich noch umgesetzt“, erklärte indes Landesrat Christian Bianchi.<BR /><BR />Das Tauschgeschäft zwischen dem Land und dem Verteidigungsministerium läuft bereits seit dem Jahr 2007. Südtirol bekommt schrittweise alte militärische Liegenschaften übertragen, die das Heer nicht mehr benötigt. Als Gegenleistung unterstützt das Land den Bau oder die Sanierung von anderen Gebäuden für Streitkräfte. <BR /><BR />Bislang haben Land und Staat insgesamt sechs Rahmenabkommen zur Übertragung der Militäranlagen unterzeichnet. Auf diesem Weg gingen u. a. die Verdone-Kaserne in Vahrn, die Enrico-Federico-Kaserne in Bruneck und die Reatto-Kaserne in Brixen in Landesbesitz über. <BR /><BR />Jüngstes Beispiel ist die Rossi-Kaserne in Meran: Am Montag wurden dem Land alle noch ausstehenden Teile der Kaserne übertragen. Ebenso am Montag reiste die Delegation aus Vertretern des Heeres und des Verteidigungsministeriums gemeinsam mit Landeshauptmann Arno Kompatscher nach Bruneck zur Lugramani-Kaserne. Dort wurden neue Gebäude eingeweiht, die den Militärs Unterkünfte, Büros und eine Krankenstation bieten.<BR /><BR />Zu diesem Anlass war auch Generalleutnant Carmine Masiello eigens nach Südtirol gereist. „Die Modernisierung der Infrastruktur ist eine Investition in die Zukunft des Heeres und vor allem in seine Soldaten“, betonte er in seiner Rede. Jedoch hatte der Generalleutnant auch weniger gute Nachrichten für das Land. Angesichts der geopolitischen Spannungen in Europa und der Welt würden die Tauschgeschäfte vorerst auf Eis gelegt, so Masiello.<BR /><BR />„Die Übergabe der Liegenschaften, die in den unterzeichneten Rahmenabkommen inbegriffen sind, wird umgesetzt“, stellt hingegen Landesrat Christian Bianchi auf Anfrage der „Dolomiten“ klar. <BR /><BR />Laut ihm habe sich der Generalleutnant lediglich auf mögliche künftige Deals bezogen. Demnach soll u. a. die Übergabe der Huber-Kaserne und des Schießstandes Moritzing in Bozen sowie jene des Munitionsdepots am Pillhof oder des Militärflugplatzes in Sterzing wie geplant stattfinden. „Wir haben sicher fünf bis sechs Jahre Arbeit, bis die bislang vorgesehenen Tauschgeschäfte abgeschlossen sind. Danach sehen wir weiter – ich bin überzeugt, dass weitere Vereinbarungen getroffen werden“, so Bianchi.