Acht SchülerInnen der FOS vertraten Italien gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Bassano und arbeiteten dort mit Vertretern von insgesamt elf Schulen aus sieben Alpenländern an der Ausarbeitung von Resolutionen zum Thema „Grenzen und Überwindung von Grenzen in den Alpen der Zukunft“. Das Jugendparlament beschäftigte sich dieses Jahr mit dem Thema „Grenzen und Überwindung von Grenzen in den Alpen der Zukunft“, aufgeteilt auf die Bereiche Bildung und Arbeit (Education-Training-Working) Alltag (Everyday Life), Wirtschaft und Energie (Economy & Energy) sowie aktive Bürgerbeteiligung (Active Citizenship). Die Vorschläge gehen von der Verstärkung der politischen Bildung in den Schulen über eine aktivere und institutionalisierte Bürgerbeteiligung bis hin zur Förderung von Sturt-up-Unternehmen sowie der Vernetzung alpenübergreifender Aktivitäten. Alle Vorschläge (Postulations) sind unter http://www.ypac.eu/resolutions nachzulesen. Die Meraner Delegation wird die Resolutionen und die eigenen Vorstellungen demnächst Vertretern diverser Institutionen vorlegen. Unter anderem ist bereits ein Treffen mit Landesrat Philipp Achammer vereinbart.In Chamonix arbeiteten die Jugendlichen in so genannten committees verschiedene Vorschläge aus, die in der Folge im Plenum (genaral assembly) diskutiert wurden. „Vorschläge müssen gut überlegt und begründet sein, auf kritische Fragen muss man genau antworten, ansonsten hat man keine Chance, die eigenen Anträge durchzubringen“, berichtet die FOS-Schülerin Stefanie Pföstl, die eines dieser commettees geleitet hat. Die so genannte Zukunftsplattform kümmert sich nun darum, dass die Vorschläge nach der YPAC-Woche bei Politikern Gehör finden und eventuell auch umgesetzt werden. "Wir sind gut vorbereitet, jetzt liegt es an den politischen Gremien, unsere Vorschläge ernst zu nehmen", weiß Katharina Pfitscher als Vertreterin der FOS in der "platform future". Sehr wichtig ist deshalb auch die Medienarbeit. Es gibt bei jeder YPAC-Session eine Presse- und Mediengruppe. Die Tagungssprache ist natürlich Englisch. Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten für das Jugendparlament haben sich die Delegierten der FOS und die Mitglieder der Mediengruppe mit namhaften Experten getroffen. Unter anderem holten sie sich Tipps und Anregungen von Andreas Riedl vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Stephan Lausch von der Bewegung für mehr Demokratie, Landesrat Arnold Schuler und Fachlehrer Peter Silbernagl. Das Jugendparlament ist ein Forum, in dem sich Jugendliche aus sieben Alpenländern mit aktuellen politischen Fragen beschäftigen, sich kennen lernen und Erfahrungen austauschen. Das Jugendparlament ist ein Instrument zur aktiven Mitgestaltung des eigenen Lebensraumes. Die Beschlüsse der Delegierten werden an die Ministerkonferenz der Alpenkonvention weiter gereicht und dort behandelt. Die neunte Session des YPAC wurde vom Gymnasium Frison-Roche in Chamonix in Zusammenarbeit mit der Alpenschutzorganisation CIPRA organisiert. Ermöglicht wurde das Jugendparlament dank der finanziellen Unterstützung des EU-Programms „Jugend in Aktion“, der Stadt Chamonix, dem Departement Haute-Savoie und der Region Rhône-Alpes.