Nach Angaben der örtlichen Behörden gab es zudem einen Drohnenangriff auf das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa. Eine der Drohnen habe sich in Stromleitungen verfangen, wodurch die Stromversorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrochen worden sei, teilten die Behörden der Nachrichtenagentur Reuters mit.<BR /><BR /> Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. Die strategisch wichtige Stadt ist häufig Ziel von Angriffen. Die ukrainischen Luftstreitkräfte gaben bekannt, dass Russland die Ukraine mit einer ballistischen Rakete vom Typ Iskander und 232 Drohnen angegriffen habe. 217 Drohnen seien unschädlich gemacht worden.<BR /><BR />Das russische Verteidigungsministeriums meldete hingegen, dass in der Nacht zum Freitag 208 Drohnen abgeschossen wurden. Es habe ukrainische Angriffe in 13 Regionen gegeben. Zur Gesamtzahl eingesetzter Drohnen und zu Treffern machte das Ministerium keine Angaben. Mehrere Regionen meldeten allerdings Brände, Schäden und einen Toten gemeldet. In Wolschski im Gebiet Wolgograd starb ein 60 Jahre alter Mann in einer Kunststofffaserfabrik, wie Gouverneur Andrej Botscharow mitteilte. Eine 55 Jahre alte Frau sei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden.<BR /><BR />Auch im südrussischen Hafen Temrujuk ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Das teilen die Behörden der Oblast Krasnodar mit, in der sich Temjurk befindet. Krasnodar liegt gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim und ist mit ihr durch die Brücke über die Straße von Kertsch verbunden. Verletzte gebe es in dem Kurort am Asowschen Meer, dem nördlichen Nebenmeer des Schwarzen Meeres, nicht, hieß es.<BR /><BR />Im Süden von Wolgograd (früher Stalingrad) kam es zu einem Brand in einem nicht näher benannten Energieobjekt. Auch ein Wohnhaus sei in der Region beschädigt worden.<BR /><BR />Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Drohnenattacken im russischen Hinterland angekündigt. Nach seiner Darstellung sollen durch die Angriffe etwa auf Anlagen der Ölindustrie Moskau die für die Kriegswirtschaft wichtigen Einnahmen aus dem Energieexport genommen werden. Ein weiteres Ziel sei, den Aggressor durch den Druck der Angriffe an den Verhandlungstisch zu zwingen - für eine gerechte Beendigung des Kriegs, hatte Selenskyj erklärt.