Freitag, 22. Mai 2015

Ulrich Ladurner: "Ich habe viel Glück gehabt, gleich zwei Mal"

Knapp drei Monate nach seinem Flugzeugabsturz in der Nähe des Gardasees erzählt der Unternehmer Ulrich Ladurner im STOL-Interview über Erinnerungen, Auswirkungen und Pläne. „Ich hatte gleich in zweifacher Hinsicht großes Glück“, sagt Ladurner. „Erstens hätte der Absturz noch schlimmer ausgehen können und zweitens wurde ich gerade noch rechtzeitig gefunden.“

Ulrich Ladurner (Mitte) im Gespräch mit STOL-Ressortleiter Dieter Seifert. (Foto: DLife)
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Ulrich Ladurner (Mitte) im Gespräch mit STOL-Ressortleiter Dieter Seifert. (Foto: DLife)

Am 28. Februar war der passionierte Flieger Ulrich Ladurner, Chef der Firma Dr. Schär und des Vigilius Mountain Resort, auf dem Rückflug aus der Nähe von Brescia am Monte Casale oberhalb des Gardasees abgestürzt. Erst am Tag danach wurden Wanderer auf das grell gelbe Flugzeugwrack aufmerksam und schlugen Alarm.

Ladurner wurde mit einem Beckenbruch und einer Unterkühlung geborgen und ins Trienter Krankenhaus gebracht. Später wurde er nach Meran verlegt.

Die Winternacht im Freien hat Folgen hinterlassen: „Seit dem Absturz kann es auch noch so heiß sein – mir ist immer kalt", gesteht Ladurner drei Monate nach dem Absturz.

Vom Absturz und von den langen Stunden im Flugzeugwrack hat Ladurner kaum Erinnerungen: "Ich kam nur immer wieder für kurze Momente zu Bewusstsein."

Das Flugzeug war eigentlich mit einem Notsender ausgestattet. Warum der nicht ausgelöst wurde, ist rätselhaft und muss untersucht werden.

Die Wanderer, die Ulrich Ladurner das Leben gerettet haben, will er möglichst bald treffen: „Meine Frau hat sie in Trient ausfindig gemacht. Sobald ich wieder fit genug bin, will ich mit ihnen wandern gehen.“

Und wer gedacht hätte, dass ein Absturz einen leidenschaftlichen Piloten vom Fliegen abbringen könnte, hat sich getäuscht: Ulrich Ladurner ist bereits zweimal wieder geflogen, allerdings nicht mehr allein.

ds

stol