Erst eine Stunde zuvor hatte die Freiwillige Feuerwehr St. Nikolaus dem Bauern geholfen, seinen Traktor wieder auf die Straße zu ziehen.Um 21.30 Uhr gab es wieder Alarm: Das Wirtschaftsgebäude war dem Erdboden gleichgemacht worden und ins Tal gerutscht. Knapp daneben steht das Wohnhaus des „Weibelehofs“ wie der „In der Ecken“-Hof im Dorf genannt wird.Wohnhaus nicht betroffenHier wohnen drei Generationen, insgesamt acht Leute. Der Stadel brach laut dem Feuerwehrkommandanten Erich Schwienbacher zuerst gerade in sich zusammen, dann rutschte alles ins Tal ohne das Wohnhaus zu berühren.Auf der Schlitterfahrt verlegten Schutt und Schnee die Zufahrt zum darunter liegenden Thurnerhof.Alles in allem hatte das Unglück einen guten Ausgang: Wäre das Gebäude früher zusammengebrochen, hätte es wahrscheinlich Tote gegeben. Im bergseitigen Teil des Gebäudes befinden sich Schweine- und Hühnerstall – die Bauersleute haben am Abend die Tiere gefüttert.Zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs waren nur die Tiere im Stall – die Männer der Freiwilligen Feuerwehr St. Nikolaus konnten beide Schweine und wahrscheinlich alle Hühner retten. Einige kleine Geräte sind vermutlich beschädigt worden.Vor Ort waren gestern auch die Carabinieri. Am Montag wird es einen Lokalaugenschein bei Tageslicht geben, um das Ausmaß des Unglücks zu erfassen.D/uli/stol__________________________Mehr Informationen über die Wetter- und Lawinensituation im ganzen Land finden Sie in der Montag-Ausgabe der Tageszeitung "Dolomiten".