<b>Von Martina Hofer</b><BR /><BR />Noch im Februar bestätigte der damalige Algunder Bürgermeister Ulrich Gamper erfreut, dass seine Gemeinde zum Heiligen Jahr den Christbaum am Petersplatz stellen werde. Der Vertrag sei unterzeichnet worden, die Forstbehörde beauftragt, ein geeignetes Exemplar auszumachen. Wie der Vatikan unlängst jedoch bekannt gab, wird eine mächtige Fichte aus dem Ultental zur Weihnachtszeit am Petersplatz stehen.<BR /><BR />„Ich weiß, es klingt nach einem schlechten Scherz“, sagt Algunds Bürgermeisterin Alexandra Ganner auf Rückfrage. Doch man habe im gesamten Gemeindegebiet keinen Baum gefunden, der den Anforderungen wie Größe und Beschaffenheit entsprochen habe und für eine Rodung zugänglich gewesen wäre. <BR /><BR />Glücklicherweise, so Ganner, sei nun die Gemeinde Ulten eingesprungen: „Vertreter des Vatikans waren bereits auf Lokalaugenschein hier und haben die perfekte Fichte gefunden.“<h3> Mit Tieflader nach Rom</h3>Gefällt wird der Baum bereits in den kommenden Wochen und anschließend mit einem Tieflader in die Hauptstadt gebracht – gemeinsam mit 38 weiteren kleineren Bäumen, die für verschiedene Räume und Gebäude rund um den Petersplatz benötigt werden. „Einige davon kommen aus Ulten, einige aus Algund, genau müssen wir uns das noch ausmachen“, so Ganner, die es nicht sonderlich schlimm findet, als Gemeinde nicht mehr für den Hauptbaum zuständig zu sein – schließlich sei so ein Projekt mit Kosten verbunden. Zu den Feierlichkeiten aber wird die Bürgermeisterin dennoch mit einer kleinen Delegation nach Rom reisen, ansonsten sei es ein „Ultner Fest“. <BR /><BR />Mit der Fichte aus dem Ultental setzt der Vatikan die Tradition fort, den zentralen Christbaum jedes Jahr aus einer anderen Region zu beziehen. Der letzte Baum aus Südtirol kam 2007 aus Gadertaler Wäldern. Damals beliefen sich die Kosten für Gemeinden und Land auf ungefähr 55.000 Euro.