<BR />Die Carabinieri der Station Ratschings haben ein Netzwerk falscher Polizisten aufgedeckt und vier Personen auf freiem Fuß angezeigt. <BR /><BR />Die Ermittlungen begannen, nachdem eine 51-jährige Frau und ein 45-jähriger Mann verdächtige Anrufe erhalten hatten. Die Täter gaben sich am Telefon als Beamte der Postpolizei aus, warnten vor angeblichen unbefugten Zugriffen auf die Bankkonten der Opfer und drängten zu sofortigen Überweisungen auf „Sicherheitskonten“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1247655_image" /></div> <BR /><BR />Im Glauben, ihre Ersparnisse vor einem drohenden Angriff zu schützen, führten die beiden Betroffenen mehrere Überweisungen auf italienische und ausländische Konten durch – insgesamt rund 5.500 Euro. Als weitere Forderungen gestellt wurden, verständigten sie schließlich die Carabinieri.<h3> Inhaber der betrügerischen Zielkonten identifiziert</h3>Durch die Auswertung der verwendeten Telefonnummern und der Geldflüsse konnten die Ermittler die Inhaber der betrügerischen Rufnummern und der Zielkonten identifizieren. Die vier Verdächtigen stammen aus Kampanien, Latium und der Emilia-Romagna und sind bereits wegen ähnlicher Delikte vorbestraft.<BR /><BR />Laut Carabinieri entspricht die Vorgangsweise einem Muster, das derzeit landesweit in zahlreichen Fällen angewandt wird.<BR /><BR />„Die schnelle Meldung durch die Opfer und die enge Zusammenarbeit mit der Station Ratschings haben es ermöglicht, die Geldströme rasch nachzuvollziehen und die Verantwortlichen zu identifizieren“, betont Hauptmann Francesco Lorenzi, Kommandant der Carabinieri-Kompanie Sterzing. „Entscheidend ist, dass die Bürger den Institutionen vertrauen und jeden Verdacht sofort melden.“<BR /><BR />Die Carabinieri erinnern außerdem daran, dass <b>keine Polizeibehörde jemals telefonisch Geldforderungen stellt oder Bankdaten abfragt.</b> Bei Druck, Dringlichkeitsbehauptungen oder verdächtigen Anrufen wird geraten, keine Daten herauszugeben und umgehend die <b>Notrufnummer 112</b> zu kontaktieren.