Donnerstag, 24. August 2017

Um Vahrn stärker vor Hochwasser zu schützen

Der Schalderer Bach erhält ein Rückhaltebecken, um mögliche Gefahren für Vahrn infolge von extremem Hochwasser abzuwenden.

Der Schalderer Bach stellt bei extremem Hochwasser eine Gefahr für die Bevölkerung von Vahrn dar. - Foto: LPA/Amt f. Wildbach- und Lawinenverbauung
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Der Schalderer Bach stellt bei extremem Hochwasser eine Gefahr für die Bevölkerung von Vahrn dar. - Foto: LPA/Amt f. Wildbach- und Lawinenverbauung

In den kommenden Wochen beginnen zusätzliche Wasserschutzarbeiten am Schalderer Bach, der durch das Dorf von Vahrn und entlang der Brennerstaatsstraße fließt, um in den Eisack zu münden. Zum Schutz der Ortschaft, speziell des Löwenviertels, wird das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord ein Rückhaltebecken errichten.

Auch die Untersuchungen zum Gefahrenzonenplan haben gezeigt, dass dies sinnvoll ist. Dort sollen im Falle eines extremen Hochwassers Geröll und vor allem Wildholz aufgefangen werden.

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Ein Rückhaltebecken, wie es nun auch am Schalderer Bach gebaut wird, hält bei extremen Witterungen Äste und Geröll davor ab, ins Tal zu fließen. Im Bild: das Rückhaltebecken am Tinnebach bei Klausen. - Foto: LPA/ Amt für

Landesrat Arnold Schuler weist darauf hin, dass diese Arbeiten den Abschluss zu den bereits umgesetzten aufwändigen Schutzmaßnahmen im Dorf bilden, insbesondere im Löwenviertel, wo der Siedlungsraum bereits durch neue Uferschutzbauten geschützt wird. „All diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Gefahrenzonen zu entschärfen und so die Sicherheit in den Wohngebieten zu erhöhen", sagt Landesrat Schuler.

Baubeginn: Frühjahr 2018

Die ersten Arbeitsschritte dienen der Vorbereitung der Baustelle: die Holschlägerung, das Einzäunen der Baustelle und einige Abbrucharbeiten. Bis Ende des Jahres sollen auch die Aushubarbeiten und die Wasserumleitung abgeschlossen sein, so dass im Frühjahr 2018 mit dem Bau der Rückhaltesperre begonnen werden kann.

Finanziert wird das Bauwerk mit einem Gesamtwert von 1,5 Millionen Euro über das operationelle Programm des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung EFRE 2014-2020, „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung – Achse 4 sicherer Lebensraum“.

Entlang der Zufahrt zur Baustelle kann es daher mitunter zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Baufahrzeuge kommen. Das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Nord wird aber versuchen, die Störungen so gering wie möglich zu halten. 

stol/lpa

stol