Schon seit Jahren ist eine Neugestaltung des Grieser Platzes geplant. Das Bozner Stadtlabor hat nun zusammen mit dem Architekten David Calas Vorschläge erarbeitet, die demnächst vorgestellt werden. Mehr Kurzzeit-Parkplätze, weniger Verkehr, mehr Nahversorgung und Lebensqualität: Die Anrainer wünschen sich endlich eine Verbesserung. <BR /><BR />„Es geht darum, Lebensräume zu nutzen, die Mobilität so zu planen, dass eine größere Sicherheit mit einer Verkehrsberuhigung einhergeht, die Parkplätze neu zu organisieren“, stellt sich Margot Wittig vom Stadtlabor Bozen vor. Gestern hat die Planungsgruppe vor Ort eine Pressekonferenz abgehalten.<h3> <h3> Diskussion der Bürger ist erwünscht</h3></h3>Ein konkreter Vorschlag soll bei einem Bürgerabend am 26. März um 20 Uhr im Kulturheim besprochen werden. Die Bewohner und Geschäftsleute in der Zone sind sich sicher, dass es Veränderungen braucht. Wir haben sich umgehört und einige Lösungsansätze zusammengetragen. <BR /><BR /><BR /><BR />Renate Hiller vom Geschäft „pro natura“ hat bereits mit mehreren Grieser Geschäftsleuten über das Mobilitätsproblem gesprochen, das auch mit den Verbänden HGV und hds erörtert wurde.<h3> <h3>Zu wenig Kurzzeit- Parkplätze</h3></h3> „Wünschenswert für uns wären Kurzparkzonen, denn viele Kunden suchen vergeblich Parkmöglichkeiten und müssen dann unverrichteter Dinge wieder umkehren“, bedauert Hiller.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009112_image" /></div> <BR /><BR />Coiffeur Erich Kondrak betreibt seit vielen Jahrzehnten einen Damenfriseursalon und meint, dass „vielleicht durch eine Unterführung der Straße auf Höhe des Grieser Hofs anstelle der bestehenden Ampel der Verkehr flüssiger und reibungsloser abgewickelt werden könnte.“ <BR /><BR />„Auch Parkplätze, eventuell in einer Tiefgarage, könnten zu einer Verbesserung der Situation beitragen“, glaubt Kondrak. Wobei es am Grieser Platz seit geraumer Zeit bereits eine öffentliche Tiefgarage (BestParking Gries) gibt, deren Einfahrt sich in der Vittorio-Veneto-Straße befindet. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009115_image" /></div> <BR /><BR />Dana Hric-Matuskova von der Bäckerei „Trenker“ sieht es ähnlich: „Kurzzeit-Parkplätze bräuchte es einfach mehr, durch den Bau einer unterirdischen Garage könnte man dem entgegenkommen.“<BR /><BR />Das erhöhte Verkehrsaufkommen ist dem Ehepaar Gianni und Luise Chiogna ein Dorn im Auge. „Es ist in den vergangenen Jahren zu viel geworden. Was wir uns wünschen? Dass der Platz so ähnlich konzipiert wird wie der Waltherplatz, dort herrscht Ruhe und er ist zu einer Fußgängerzone geworden.“ <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009118_image" /></div> <BR /><BR />Was noch bemängelt wird, ist die fehlende Geschäftsvielfalt. Wenn man einen Bleistift oder Gummi benötige, sei man gezwungen, in die Altstadt zu gehen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1009121_image" /></div> <BR />Das Stadtlabor wird am 26. März die Pläne des Architekten David Calas vorstellen. Diese seien vor einiger Zeit in der Gemeinde hinterlegt worden. Das Konzept von Calas sei flexibel und könne auf zukünftige Situationen reagieren. Er tritt für eine einheitliche Oberflächengestaltung ein, die verschiedene Nutzungen ermöglicht und den Platz von den Autos befreit.