Die Bozner sollen von der geplanten Umlaufbahn auf den Virgl mehrfach profitieren. Die öffentliche Bahn, die mit dem Südtirol Pass genutzt werden könnte, würde die Bozner direkt zur Ringpromenade führen, die an der neuen Naherholungszone Virgl vorbei führen wird. Zudem soll auf einem Teil des Hotelareals unweit der Bergstation ein öffentlich zugängliches Freizeitangebot entstehen, betont Vizebürgermeister Konder.<BR /><BR /><BR />Die Öffentlichkeit soll aber auch einen Teil des Hotelareals an der Virgl-Bergstation nutzen können, unterstreicht Vizebürgermeister Stephan Konder. „Dort soll zusammen mit der Umlaufbahn nicht nur eine private Hotelanlage entstehen, es müssen vor Ort auch Aktivitäten vorgesehen werden, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Das ist Voraussetzung dafür, dass ein privater Investor auf dem Virgl ein Projekt umsetzen kann“, unterstreicht Konder.<BR /><BR /><BR />Für die ca. 2 Hektar große Fläche auf dem Virgl müsse vom privaten Investor ein Konzept ausgearbeitet werden, „von dem alle profitieren, der Bauherr und auch die Allgemeinheit.“ Das sei auch Voraussetzung dafür, dass die Gemeinde Bozen für den Bau der Umlaufbahn, die Teil des öffentlichen Nahverkehrsnetzes wäre, vom Land eine Förderung von 65 Prozent der Kosten erhalte. <BR /><h3> Die Therme als mögliches Vorbild</h3><BR />„Auf dem Virgl gab es früher ja Tennisplätze und ein Schwimmbad. Es gilt also darüber nachzudenken, welche Sport- bzw. Freizeitaktivitäten man innerhalb eines neuen Hotelareals umsetzen kann, die auch der Allgemeinheit offenstehen“, unterstreicht der Vizebürgermeister. „Die Investoren könnten dafür einen Ideenwettbewerb ausschreiben, immer im engen Austausch mit der Gemeinde. Sie muss von Anfang an im Boot sein, um eine Lösung zu finden, die für alle gut geht.“ <BR /><BR /><BR />Eine Möglichkeit sei ein Hallenbad, das von den Hotelgästen genutzt werden könne, aber auch der Öffentlichkeit zugänglich sei. So ein Modell gebe es mit der Therme in Meran bereits. „Wie genau ein Konzept aussieht, dafür braucht es kreative Ideen. Aber in diese Richtung muss es gehen“, so Konder, der kein weiteres Virgl-Projekt will, das in der Schublade landet. <BR /><h3> „Geredet wurde genug.“</h3><BR />„Wir haben jetzt 50 Jahre lang darauf gewartet, dass auf dem Virgl etwas weitergeht. Es ist viel geredet worden, verschiedene Projekte wurden vorgestellt, passiert ist nichts. Deshalb müssen wir die Umlaufbahn rasch umsetzen, es muss jetzt zügig vorangehen. Spätestens Anfang 2025 müssen wir das Projekt in Angriff nehmen. Umgesetzt werden sollte es innerhalb der nächsten 5 Jahre“, fordert Konder, der als Stadtrat für öffentliche Arbeiten zuständig ist. <BR /><BR /><BR /> Die Gemeinde werde das Projekt Virgl-Seilbahn noch heuer Landesrat Daniel Alfreider vorstellen, der für Mobilität und Infrastruktur zuständig ist, damit das Land das Projekt kenne und eine ausreichende Vorlaufzeit habe. Den Beitrag von 65 Prozent der Kosten für die Umlaufbahn vom Land zu bekommen, sei für die Finanzierung des Projekts durch die Stadtgemeinde sehr wichtig. „Wir möchten, dass das Land uns hier unterstützt, dass es auf unserer Seite ist, zumal eine solche Seilbahn ja Teil des Nahverkehrs wäre und mit dem Südtirol-Pass genutzt werden könnte“, unterstreicht Konder.