„Der Wechsel auf die gesamtstaatliche Datenbank war eine notwendige Voraussetzung, um die Auszahlung von Fördermitteln weiterhin sicherzustellen. Uns war von Beginn an bewusst, dass ein derart umfassender Systemwechsel mit Herausforderungen verbunden ist. Deshalb wurde der Übergang über mehrere Jahre vorbereitet und gemeinsam mit den Tierzuchtverbänden, dem Südtiroler Bauernbund, dem BRING sowie der Tierärzteschaft geplant“, betont der Direktor des Landestierärztlichen Dienstes Paolo Zambotto.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327959_image" /></div> <BR /><BR />Im Zuge der Übertragung und der strengeren Kontrollen im gesamtstaatlichen System wurden auch Unstimmigkeiten sichtbar. Dazu gehören etwa Fälle, in denen Tiere im alten Datenbestand noch aufscheinen, obwohl sie bereits geschlachtet oder aus dem Bestand ausgeschieden waren. Die in der Berichterstattung erwähnten „Zombieschafe“ seien daher das Ergebnis unterschiedlicher Datenstände und fehlender Aktualisierungen in den früheren Aufzeichnungen. Genau solche Abweichungen sollen durch die einheitliche gesamtstaatliche Datenbank künftig vermieden werden.<BR /><BR />Die Umstellung wurde über mehrere Jahre vorbereitet: Neben Gesprächen mit den beteiligten Organisationen wurden Informationsveranstaltungen, Schulungen, Webinare und Tutorials angeboten, um die Tierhalterinnen und Tierhalter bestmöglich zu unterstützen. „Ein Umstieg dieser Größenordnung lässt sich nicht von heute auf morgen bewältigen. Umso mehr danke ich dem Landestierärztlichen Dienst, den Amtstierärzten, den freiberuflichen Tierärzten sowie den bäuerlichen Organisationen für ihren außergewöhnlichen Einsatz“, betont Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher. <BR /><BR />„Sie haben in den vergangenen Monaten unzählige Anfragen bearbeitet und stehen in engem Austausch, um auftretende Probleme möglichst schnell zu lösen. Auch gab es ein gut argumentiertes Webinar vom Südtiroler Bauernbund, bei dem die Referentin Ingrid Misfatto vom Südtiroler Sanitätsbetrieb detaillierte Informationen gegeben hat.“ <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327962_image" /></div> <BR /><BR />Auch die Kritik an der fehlenden deutschen Sprachversion bedürfe einer Einordnung. Für gesamtstaatliche Einrichtungen außerhalb Südtirols besteht bekanntermaßen keine Verpflichtung zur Zweisprachigkeit. Dennoch wurden auf Initiative des Landestierärztlichen Dienstes die wichtigsten von den Tierhaltern benötigten Bereiche übersetzt und von VetInfo in deutscher Sprache bereitgestellt. Für die noch fehlenden Einstiegsseiten liegt die Zusicherung der nationalen Datenbank vor, dass diese – sofern keine unvorhergesehenen Verzögerungen eintreten – innerhalb Juli ebenfalls auf Deutsch verfügbar sein sollen. Darüber hinaus arbeitet VetInfo daran, deutschsprachige E-Mail-Anfragen an die technischen Stellen in Teramo mithilfe künstlicher Intelligenz effizienter zu bearbeiten.