Die Regelung soll nach den Sommerferien im September in Kraft treten. Der Beschluss ist umstritten. Im Unterschied zu anderen europäischen Ländern ist Sexualkunde in Italien bislang kein fester Bestandteil des Unterrichts. Eine klare Regelung gab es bislang nicht.<h3> Bildungsminister warnt vor „Gender-Propaganda“</h3>Die rechte Koalition begründet ihren Beschluss damit, dass die Entscheidung über die Teilnahme an Sexualkunde letztlich bei den Eltern liegen müsse. Bildungsminister Giuseppe Valditara von der rechtspopulistischen Partei Lega warnte zudem vor „Gender-Propaganda“. „Wir geben den Eltern wieder eine Stimme in Fragen der Geschlechtsidentität ihrer minderjährigen Teenager.“ Aus der Opposition hingegen kam Kritik, dass Kinder aus ideologischen Gründen mit Fragen zur Sexualität allein gelassen würden.<BR /><BR />Im Detail sieht das Gesetz vor, dass Schulen mindestens eine Woche vor Beginn des Unterrichts eine schriftliche Einverständnis-Erklärung der Eltern einholen müssen. Dazu sollen sie mindestens einen Monat zuvor Unterlagen über Unterrichtsziele und unterrichtende Lehrer beziehungsweise Experten bekommen. Volljährige Schüler können selbst ihre Einwilligung geben. Über Risiken durch sexuell übertragbare Krankheiten soll im Biologie-Unterricht aufgeklärt werden.