Dienstag, 04. Februar 2020

Umweltagentur: Weniger klimaschädliche Gase in EU

Klimaschädliche Fluorgase werden in der Europäischen Union in geringerem Maße produziert und eingesetzt. Die EU befinde sich auf dem richtigen Weg, um ihr Ziel zur Abkehr von den Gasen zu erreichen, teilte die Europäische Umweltagentur (EEA) am Dienstag in Kopenhagen mit.

Die Abkehr von den Chemikalien ist ein zentraler Teil der EU-Strategie zur Verringerung ihrer Emissionen.
Die Abkehr von den Chemikalien ist ein zentraler Teil der EU-Strategie zur Verringerung ihrer Emissionen. - Foto: © shutterstock

Fluorgase sind synthetische Chemikalien, die unter anderem in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendet werden. Sie tragen erheblich zum menschengemachten Klimawandel bei, weshalb eine Abkehr von ihnen ein zentraler Teil der Strategie der EU zur Verringerung ihrer Emissionen darstellt.

2018 seien EU-weit im dritten Jahr in Serie weniger Fluorkohlenwasserstoffe auf den Markt gekommen als zugelassen, hieß es weiter. Der EU-Verbrauch dieser Gase sei in dem Jahr um 46 Prozent unterhalb des für 2019 festgeschriebenen Limits gelegen, zu dem sich die EU verpflichtet hatte.

Fluorgasemission bis 2030 um zwei Drittel senken

Neben einem verringerten Gebrauch und Import finde zudem ein Wandel hin zu weniger klimaschädlichen Fluorgasen statt, erklärte die EEA. Die fluorierten Treibhausgasemissionen in der EU gingen nach 15 Jahren des ununterbrochenen Anstiegs seit 2015 zurück und seien im Jahr 2017 um 2 Prozent verringert worden.

Eine EU-Verordnung zielt darauf ab, die Fluorgasemissionen bis 2030 im Vergleich zu 2014 um zwei Drittel zu senken. Die EU hat sich in den sogenannten Kigali-Änderungen des Montreal-Protokolls dazu verpflichtet. Produzenten und Importeure in dem Sektor müssen sich an jährliche Quoten halten. Ansonsten drohen Strafen.

apa/dpa