Montag, 17. August 2015

Umweltschützer: So schnell ließe sich das Stickoxid-Problem lösen

Die Jahresgrenzwerte für die Stickoxid-Belastung entlang der Brennerautobahn werden 2015 nicht eingehalten. Schon wieder nicht, sagt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz. Maßnahmen gegen die Belastung würde die Landesregierung zu zögerlich umsetzen. Dabei könnte die Lösung so einfach sein, sagen die Umweltschützer-

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Foto: © STOL

„Würde die Landesregierung den Euregio-Gedanken so ernst nehmen, wie sie ihn immer wieder postuliert, müsste sie zum Schutz und Wohlergehen der eigenen Bevölkerung bewährte Maßnahmen aus Nordtirol auch auf der A22 einführen“, schreiben die Umweltschützer in einer Aussendung. Dazu gehöre neben der Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 100 km/h auch das sektorale Fahrverbot.

Kontrolle unerlässlich

Regeln wirkten aber nur, wenn sie kontrolliert und eingehalten würden. Dies zeige sich am Beispiel der Inntal-Autobahn in eindrucksvoller Weise. „Denn in Nordtirol halten sich auch all jene an die Geschwindigkeiten, die hierzulande gegen wirksame Verkehrs-Maßnahmen zum Wohle der Gesundheit ständig nur nörgeln und sich beschweren.“

Maut anpassen

Konkret und kurzfristig lösen ließe sich die Stickoxid-Problematik schon allein durch die Anpassung der Schwerverkehrs-Maut auf der Brennerautobahn an umliegende Alpenübergänge, schreibt der Dachverband. „Ganze 600.000 Transit-Lkws pro Jahr – immerhin ein Drittel des gesamten Schwerverkehrs über den Brenner – würden so von heute auf morgen verschwinden.“

Endlich aktiv werden – auch in Rom

Aktuell sitzen im römischen Parlament so viele Südtiroler Vertreter wie noch nie. Doch bisher habe sich kein politischer Vertreter, weder in Südtirol noch in Rom, sonderlich zur Lösung der Stickoxid-Belastung entlang der A22 hervorgetan, ärgern sich die Umweltschützer.

stol