Mit Sicheln zerstörten die Globalisierungsgegner den genetisch veränderte Mais der Linie MON 810 des US-Saatgutkonzerns Monsanto. Die Felder waren unbewacht. Die Polizei griff zur Identifizierung der Globalisierungsgegner ein. Laut dem italienischen Gesetz drohen für die Anpflanzung von genmanipulierte Saaten Geldstrafen von 50.00 Euro, oder Haftstrafen von sechs Monaten bis drei Jahren.Die Verwüstung in Pordenone sorgte für politischen Streit. Der Präsident der Region Veneto und Ex-Landwirtschaftsminister Luca Zaia, der seit Jahren Kampagnen gegen genmanipulierte Saat führt, begrüßte die Initiative der Globalisierungsgegner. Sein Nachfolger, Landwirtschaftsminister Giancarlo Galan, verurteilte dagegen die Aktion scharf. Die Felder seien von gewalttätigen Anarchisten verwüstet worden, protestierte der Minister.Schon vor zehn Tagen hatten Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace Teile der Maisfelder in Vivaro zerstört. „Wir tun, was die Behörden eigentlich längst hätten unternehmen sollen“, sagte ein Greenpeace-Sprecher. Es gebe berechtigten Grund zu der Annahme, dass der genetisch veränderte Mais eine Gefahr für die Umwelt darstellt, sagte ein Greenpeace-Sprecher. apa