Die Landesregierung werde in den kommenden Wochen die technischen Eigenschaften der Umfahrung der Bierbrauerei Forst (Baulos 1) festlegen, so die Umweltschutzgruppe. Sie habe sich bereits gegen das zweite Baulos, den Bau der zwei Tunnels zwischen Forst und Töll, ausgesprochen. Einer der Gründe sei die befürchtete Verkehrszunahme infolge des Ausbaus gewesen, die sich nach der Eröffnung der Tunnels im Jahre 2007 bestätigt habe: Der durchschnittliche Tagesverkehr auf der Töll in Richtung Vinschgau habe zwischen 2007 und 2010 um 470 Fahrzeuge zugenommen. „Ein weiterer Ausbau der Töll würde den Verkehr auf der Straße zusätzlich anheizen, was mit Nachhaltigkeitszielen nicht zu vereinbaren wäre“, so die Umweltschutzgruppe Vinschgau.„Wenn die Geldmittel knapp sind, ist es inakzeptabel mit Steuermitteln Projekte zu realisieren, die vor allem Einzelinteressen entgegenkommen. In diesem Fall wäre die Bierbrauerei Forst gut bedient, während Entlastungen von Ortschaften wie Tartsch aus Geldmangel auf der Strecke bleiben.“In ihrer Aussendung erinnert die Umweltschutzgruppe außerdem an eine Erklärung der Vinschgauer SVP-Leitung, die 2004 das Bau von Baulos 1 und 3 entschieden ablehnt habe. Auch der Landeshauptmann habe laut Umweltschutzgruppe darauf verwiesen, dass das Baulos 1 aus dem Bautenprogramm gestrichen wurde. 2004 seien 5000 Unterschriften der Vinschgauer Bevölkerung gegen den Ausbau der Strecke Forst-Töll gesammelt und dem Landesrat Theiner übergeben worden.