Sonntag, 27. September 2020

UN-Chef „extrem besorgt“ über Kämpfe in Berg-Karabach

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich beunruhigt über die Eskalation des Konflikts in der Unruheregion Berg-Karabach im Südkaukasus gezeigt. Er sei „extrem besorgt“, hieß es in einer Mitteilung seines Sprechers vom Sonntag.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres fordert einen Waffenstillstand.
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres fordert einen Waffenstillstand. - Foto: © APA (AFP) / MICHAEL TEWELDE
Guterres verurteile den Einsatz von Gewalt und fordere alle Beteiligten zu einem sofortigen Ende der Kämpfe und der unverzüglichen Rückkehr zu Verhandlungen auf.

Er werde deswegen auch noch mit dem Präsident von Aserbaidschan und dem Regierungschef von Armenien sprechen, hieß es.

Der Konflikt in Berg-Karabach war nach ungewöhnlich heftigen Kämpfen zwischen den verfeindeten Nachbarn Armenien und Aserbaidschan eskaliert. Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan wertete die Gefechte als Kriegserklärung gegen sein Volk.

Zuvor hatte der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev eine Militäroperation an der Demarkationslinie angekündigt sowie von der Eroberung von 7 Dörfern gesprochen.

Die von Armenien kontrollierte Region mit geschätzten 145.000 Einwohnern gehört völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan. Es handelt sich um die schwerste Eskalation seit Jahrzehnten.

apa/dpa