Samstag, 14. Dezember 2019

UN-Klimakonferenz dauert an

Auf der Weltklimakonferenz in Madrid ziehen sich die Verhandlungen weiter in die Länge.

Bei den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen kommt es öfter zu Verzögerungen.
Bei den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen kommt es öfter zu Verzögerungen.

Am Samstagvormittag wurden neue Textentwürfe veröffentlicht, an denen Verhandler die Nacht über gearbeitet hatten. Das Abschlussplenum, das eigentlich für Freitagabend geplant war, wurde weiter verschoben. In den bisher vollen und lauten Messehallen war es am Morgen ruhig und recht leer.

Bei den Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen sind Verzögerungen eher die Regel als die Ausnahme. Voriges Jahr in Polen dauerte es bis zum späten Samstagabend, bis ein Kompromiss stand.

196 Staaten und die EU arbeiten seit 2 Wochen in Madrid an der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit dem die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad begrenzt werden soll. Derzeit reichen die Fortschritte und auch die Ankündigungen der Staaten dafür längst nicht aus. Im kommenden Jahr sollen sie verbesserte nationale Klimaschutz-Pläne bis 2030 vorlegen.

Es geht dieses Jahr bei den Verhandlungen auch darum, das Regelwerk für den internationalen Klimaschutz weitestgehend abzuschließen. Vor einem Jahr gelang keine Einigung auf Regeln, nach denen Staaten mit Klimaschutz-Gutschriften handeln können. Wenn diese Regeln nicht gut gemacht sind, könnten sie den Klimaschutz eher ausbremsen als fördern – darum vertritt unter anderem Deutschland die Position, eine Einigung lieber zu vertagen, als einen faulen Kompromiss zu machen.

dpa

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