Samstag, 14. Dezember 2019

UN verurteilt berichtete Hinrichtung von Geiseln in Nigeria

Die UN hat die gemeldete Tötung von 4 entführten Entwicklungshelfern durch eine islamistische Terrorgruppe in Nigeria verurteilt.

Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Nigeria ist empört.
Der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Nigeria ist empört.

„Ich bin zutiefst traurig und empört über die Nachricht von der tragischen Tötung von vier Hilfsmitarbeitern“, erklärte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe in Nigeria, Edward Kallon, in der Nacht zum Samstag.

Zuvor hatte die internationale Hilfsorganisation Action Against Hunger (ACF) gemeldet, dass die Entführer ihrer Mitarbeiter behauptet hätten, 4 von ihnen hingerichtet zu haben.

Im Juli waren 6 Mitarbeiter der Organisation, 5 Männer und eine Frau, im Bundesstaat Borno verschleppt worden. Ein Mitglied der Hilfsorganisation war bereits im September getötet worden. Sowohl UN als auch die ACF forderten nun die Freilassung der Mitarbeiterin, die noch als Geisel gehalten werde. Der Westafrika-Ableger des Islamischen Staates ISWAP hatte im Juli ein Video veröffentlicht, das die Entführten zeigte. ACF bestätigte daraufhin die Identität seiner Mitarbeiter. Es handele sich um Nigerianer.

Die ISWAP hatte schon im Vorjahr 2 Mitarbeiterinnen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verschleppt und getötet. Die Gruppe terrorisiert seit Jahren die Bevölkerung im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Staaten. Bei Angriffen und Anschlägen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 20 000 Menschen getötet, rund 2 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt.

dpa

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