Mit dem Motorrad wollten die Urlauber das Land erkunden und wählten gestern Nachmittag die bei Bikern beliebte Penser-Joch-Straße: eine Gruppe von drei Motorradfahrern aus England – sie hatten das Joch gerade passiert und fuhren Richtung Sarntal – und zwei Bundesdeutsche. Sie waren unterhalb der Passhöhe, als es zum Frontalzusammenstoß zweier Motorräder kam. Beide Fahrer starben.<BR /><BR />Der fatale Unfall ereignete sich in der letzten Kurve unterhalb des Passes gegen 16.30 Uhr auf Sarner Seite. Die Engländer fuhren talwärts, die Bundesdeutschen Richtung Pass, als es zum folgenschweren Unfall kam. Aus zunächst nicht geklärter Ursache stießen zwei Biker frontal zusammen. <BR /><BR />Der Aufprall war so heftig, dass es den Engländer über die Leitplanke warf. Er blieb auf der Böschung unterhalb der Straße schwer verletzt liegen. <BR /><BR />Der Bundesdeutsche Fahrer landete hart auf dem Asphalt direkt vor der Leitplanke. Er starb noch an der Unfallstelle. <BR /><BR />Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort: Die Freiwillige Feuerwehr Pens – Vizekommandant Martin Heiss leitete den Einsatz –, die Bergretter der Rettungsstelle Sarntal, die zum verletzten Engländer im Gelände abstiegen, und die beiden Landesrettungshubschrauber Pelikan 1 und Pelikan 2 mit dem Notarzt. Der Schwerverletzte wurde mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen, starb aber wenig später auch. <BR /><BR />Der Begleiter des Bundesdeutschen Fahrers erlitten einen Schock und kollabierte. Er wurde mit dem zweiten Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. <BR /><BR />Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, regelte den Verkehr und säuberte die Fahrbahn. Im Einsatz standen auch die Carabinieri von Sarnthein und Beamte aus Bozen. Sie führten die Erhebungen zum Unfallhergang. <BR /><BR />Zur Unfallstelle gerufen wurde auch die Notfallseelsorge. Sie kümmerten sich um die geschockten Motorradfahrer, die den fatalen Unfall hautnah miterleben mussten. <BR /><BR />Der Leichnam des bundesdeutschen Bikers wurde in die Leichenkapelle von Sarnthein gebracht.