Samstag, 29. August 2015

Unfall in Osttirol: Alle Insassen außer Lebensgefahr

In der Nacht auf Samstag hat sich im Defreggental in Osttirol ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Dabei sind fünf Südtiroler mit einem Pkw 100 Meter einen Abhang hinab und in ein Flussbett gestürzt. Die Insassen wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Auto wurde beim Sturz in das Flussbett vollständig zerstört. - Foto: FFW Rein in Taufers
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Das Auto wurde beim Sturz in das Flussbett vollständig zerstört. - Foto: FFW Rein in Taufers

Der Unfall ereignete sich gegen 21.30 Uhr am Freitag: Der 26-jährige Fahrer wollte eigenen Angaben zufolge einem Tier ausweichen und kam so auf der Fahrt von der Arventalalm Richtung Jagdhausalm von der Straße ab.

Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals, stürzte einen Abhang hinunter und landete im Flussbett des Arvenbachs. Wie durch ein Wunder blieben der Fahrer und seine 17-jährige Freundin fast unverletzt und konnten sich selbstständig aus dem Auto befreien.

Da sie jedoch keinen Handyempfang hatten, mussten sie durch die Nacht bis zur Jagdhausalm absteigen und dort Hilfe holen. Gegen 23.50 Uhr wurden die Rettungskräfte schließlich alarmiert, die umgehend ausrückten - sowohl von Österreicher als auch von Südtiroler Seite. 

Vier Insassen aus Mühlen in Taufers, einer aus Olang

Bei den Verunfallten handelt es sich um fünf Personen im Alter zwischen 17 und 27 Jahren. Vier stammen aus Mühlen in Taufers, eine Person aus Olang. Beim Eintreffen der Rettungskräfte fanden sie zwar das Auto, aber nicht die Personen vor.

Diese waren vermutlich im Zuge des Aufpralls aus dem Auto geschleudert worden. Nach einer kurzen Suchen fand man die drei Vermissten, die schwere Verletzungen erlitten hatten.

 

Foto: FFW Rein in Taufers

 

Im Einsatz standen die Feuerwehr St. Jakob in Defreggen, der Bergrettungsdienst, die Wasserrettung, der Notarzt sowie die Sanitäter von Österreich, die in guter Zusammenarbeit mit der von der Landesnotrufzentrale 118 alarmierten Feuerwehr Rein in Taufers und dem Bergrettungsdienst Sand in Taufers die Verletzten bargen.

Alle fünf Personen wurden ins Krankenhaus von Lienz gebracht. Noch in der Nacht übernahmen es die Südtiroler Bergretter und Feuerwehrmänner, die Familienangehörigen persönlich zu informieren. 

Auto am Samstagvormittag geborgen - Personen außer Lebensgefahr

Am Samstag um 10.00 Uhr wurde die Unfallstelle von der österreichischen Gendarmerie freigegeben. Somit konnte die Feuerwehr Rein mit der Bergung des Unfallwagens beginnen, welcher mittels Seilwinde geborgen wurde.

Wie die Feuerwehr mitteilt, befinden sich alle Personen außer Lebensgefahr, zwei davon können das Krankenhaus voraussichtlich bereits an diesem Wochenende wieder verlassen. 

Ob der Lenker alkoholisiert war, konnte noch nicht geklärt werden. Dem 26-Jährigen wurde im Krankenhaus Blut abgenommen, an Ort und Stelle konnte aufgrund der Verletzungen des Mannes kein Alkotest vorgenommen werden.

stol/apa

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stol