Montag, 20. Mai 2019

Unfall mit mehreren Verletzten: Großübung im Unterland

Ein schwerer Verkehrsunfall, dutzende Verletzung, viel Aufsehen auf der Weinstraße: Glücklicherweise handelte es sich dabei lediglich um eine Großübung mehrerer Rettungsorganisationen.

Spektakuläre Großübung im Unterland. Lothar Guadagnini
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Spektakuläre Großübung im Unterland. Lothar Guadagnini

Ein Verkehrsunfall mit gleich mehreren verwickelten Fahrzeugen und einer unklaren Anzahl von Verletzen auf der Weinstraße zwischen Tramin und Kurtatsch. So lautete die Einatzmeldung für ein simuliertes Großschadensereignis am Samstagnachmittag im Unterland. Ein Großaufgebot von Rettungskräften übten dabei den Ernstfall.

Angenommen wurde ein schwerer Verkehrsunfall, in denen ein Lastkraftwagen, zwei Pkw und ein Motorrad verwickelt waren. Insgesamt galt es ein Dutzend Patienten zu versorgen, vier von ihnen waren beim Geschehen schwer verletzt worden und forderten von den Einsatzkräfte alles ab.

Zahlreiche Rettungskräfte standen im Einsatz. Foto: Lothar Guadagnini

Die Patienten mussten von der Freiwilligen Feuerwehr mit schwerem Rettungsgerät aus den Fahrzeugen befreit werden, während Notärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter sich um die medizinische Versorgung der Personen kümmerten.

Als komplex stellten sich dabei auch die eingetretenen Verletzungsmuster der Verunfallten heraus: durch den schweren Zusammenstoß wurde ein Fahrzeug von der Straße in die Weinberge geschleudert und die Insassen lebensgefährlich verletzt.

Schlechtes Wetter als Herausforderung 

Eine weitere Herausforderung bildeten das schlechte Wetter und der teilweise starke Regen in Laufe der Bergungsarbeiten. Unter realistischen Einsatzbedingungen wurde Zeltstellen als Triage und Versorgungsstationen aufgebaut, der Abtransport der Patienten koordiniert eingeleitet.

Im Einsatz waren etwa 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Tramin, Rungg, Kurtatsch und Neumarkt, das Weiße Kreuz mit Rettungsdienst, Notfallseelsorge und Zivilschutz, das Rote Kreuz mit Schnelleinsatzgruppe, die Berufsfeuerwehr Bozen, der betriebliche Dienst für Rettungs- und Notfallmedizin des Sanitätsbetriebs sowie verschiedene Behörden.

Die Witterungsbedingungen waren alles andere als einfach. Foto: Lothar Guadagnini

Großes Augenmerk wurde bei der Übung auf die koordinierte Einsatzleitung, das Zusammenwirken der verschiedenen Rettungsorganisationen und den organisierten Ablauf nach vorgegebenen MANV-Schema (Massenanfall von Verletzten) gelegt. 

Organisiert wurde die Übung von der Freiwilligen Feuerwehr Tramin in Zusammenarbeit mit der Sektion Unterland des Weißen Kreuzes.

stol 

stol