Der mit rund 40 Schülern und Pendlern gut besetzte Bus war vergangenen Dienstag auf schneebedeckter Fahrbahn ins Rutschen gekommen, hatte die Leitplanke durchbrochen und nur ein Baum verhinderte den Absturz ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/haflinger-pendlerin-der-ganze-bus-hat-geschrien" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">wir haben berichtet</a>). <BR /><BR /><embed id="dtext86-72552030_quote" /><BR /><BR />„Es ist nachzuvollziehen, dass Unfälle passieren können, allerdings ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Busfahrer, der schon öfters die gleiche Strecke gefahren ist, einen solchen Fehler begeht und wir diesen beinahe mit unserem Leben hätten bezahlen müssen“, schreibt M.. Laut ihrer Schilderung an den Landesrat soll der Bus nicht nur „ohne Schneeketten unterwegs“ gewesen und bereits bei der Haltestelle „Sulfner“ ein erstes Mal ins Rutschen gekommen sein. <BR /><BR />Der Busfahrer, so heißt es im E-Mail, soll zudem während der Fahrt telefoniert und nach der zweiten Kehre Gas gegeben haben. „Der Bus geriet ins Rutschen und der Rest ist Geschichte…“, so Anna M.. Sie schreibt auch: „Nichtsdestotrotz fuhr er nur kurze Zeit später wieder mit der gleichen Buslinie 225 nach Hafling.“<BR /><BR />SASA-Chefin Astrid Kofler räumt auf Nachfrage ein „Fehlverhalten des Busfahrers“ ein: „Solche Vorfälle sind nicht akzeptabel.“ Der Fahrer habe die Situation falsch eingeschätzt. Da dieser kein SASA-Angestellter ist, sondern zum Betrieb des Subunternehmens Dibiasi gehört, habe sie selber umgehend den Subunternehmer Dibiasi per PEC-Mail angewiesen, diesen Fahrer nicht mehr auf den Linien der SASA einzusetzen. Die Einhaltung dieser Anweisung werde kontrolliert. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72552034_quote" /><BR /><BR />In diesem Sinne antwortet auch Landesrat Daniel Alfreider. Er betont, dass die Sicherheit der Fahrgäste „zweifelsfrei an erster Stelle“ stehe: „Jeder einzelne Unfall wird von technischer Seite genau analysiert, so auch in Hafling. Unsere Überprüfung hat ergeben, dass der Bus ordnungsgemäß mit Winterreifen mit mehr als ausreichender Profiltiefe ausgestattet war und Schneeketten an Bord vorhanden waren.“ Der Bus sei vollkommen wintertauglich unterwegs gewesen. <BR /><BR />„Die schlussendliche Entscheidung, ob die Schneeketten zu montieren sind, kann nur der Fahrer treffen“, sagt Alfreider. Besagter Fahrer habe zudem die Strecke Hafling-Meran oft gefahren. Diesmal habe der Fahrer „die Situation offensichtlich unterschätzt und wurde aufgrund dieser Nachlässigkeit suspendiert“. Laut Alfreider stehe es jedoch außer Frage, „dass das Busfahren in Südtirol sehr sicher ist, durchschnittlich sicherer als andere Verkehrsmittel.“ <BR /><BR />Er betont in diesem Zusammenhang auch, dass „in Absprache mit allen Konzessionären die Schulung der Fahrer in den vergangenen Jahren intensiviert worden ist“.