Freitag, 09. Oktober 2020

Unfallstatistik: In Südtirol kracht es öfter als anderswo

Auf Südtirols Straßen kracht es im Verhältnis zur Einwohnerzahl öfter als im restlichen Staatsgebiet. Dies zeigen die neuesten Daten, die das ISTAT zu den Verkehrsunfällen veröffentlicht hat. Und während die Zahl der Verkehrstoten in Italien im Jahr 2019 Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, ging der Trend hierzulande sogar aufwärts.

In Südtirol kracht es viel häufiger als im Großteil des restlichen Staatsgebietes. (Symbolbild)
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In Südtirol kracht es viel häufiger als im Großteil des restlichen Staatsgebietes. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock
46 Menschen haben auf Südtirols Straßen im Vorjahr ihr Leben verloren. Das sind 13 mehr als noch 2018. Damit liegt Südtirol unter jenen 9 Ländern und Regionen Italiens, in der es im Vorjahr mehr Verkehrstote gab als im Jahr 2018. Mit einer Sterblichkeitsrate im Straßenverkehr von 8,7 auf 100.000 Einwohnern liegt man in dieser traurigen Statistik auf dem gesamten Staatsgebiet an zweiter Stelle. Einzig in Molise starben mit 9,2 Personen auf 100.000 Einwohnern noch mehr Menschen bei Verkehrsunfällen.

Generell sind in Italien im Vorjahr 161 Menschen weniger auf den Straßen ums Leben gekommen als 2018. Das bedeutet ein Minus von 4,8 Prozentpunkten. Damit ist die Todesrate bereits das zweite Jahr in Folge gesunken auf den tiefsten Wert der vergangenen 10 Jahre.

Minimal rückläufig war im Jahr 2019 hingegen die Gesamtzahl der Unfälle, die sich auf Südtirols Straßen ereignet haben. Waren es 2018 noch 1706, so listet das ISTAT für das Vorjahr 1694 Verkehrsunfälle auf. Im Trentino haben sich im Vergleich dazu im Vorjahr „nur“ 1375 Unfälle ereignet, 24 davon hatten einen tödlichen Ausgang.

Auffallend ist, dass die Zahl der Unfälle zunimmt, je näher das Wochenende rückt. 567 Menschenleben forderte der Straßenverkehr an den Samstagen. Im Vergleich dazu: 421 Menschen sind 2019 an einem Montag bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen.

Veränderungen sind auch bei der Art der Verkehrsunfälle, bei denen es Verletzte oder gar Tote gibt, zu verzeichnen. So sind zum Beispiel im Vorjahr 253 Radfahrer mehr bei einem Unfall gestorben als 2018. Das bedeutet einen Zuwachs von 15,5 Prozent. Zurückzuführen sei dies laut ISTAT darauf, dass immer mehr auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel umsteigen. Laut ISTAT gab es im Vorjahr in Italien eine Zunahme an Radfahrern um 25 Prozent.

Deutlich abgenommen haben hingegen Unfälle, bei denen Fußgänger ums Leben kamen. 534 Tote weniger bedeutet ein Minus von 12,7 Prozent. Mit 18,5 Prozent einen noch deutlicheren Rückgang gab es nur bei den Scooterfahrern.

em