Erst vergangene Woche hatte der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) mobil gemacht. Das Phänomen des Wildcampens gerate außer Kontrolle. „In Südtirol gibt es rund 50 hervorragend ausgestattete Campingplätze, die in allen Regionen Stellplätze und umfassende Dienstleistungen für Camper bieten. Wenn diese Plätze ausgebucht sind, bedeutet das jedoch nicht, dass Reisende mit ihren Wohnmobilen einfach irgendwo in der freien Natur parken dürfen,“ betonte HGV-Präsident Manfred Pinzger.<BR /><BR />Ein solches Plätzchen in der freien Natur scheint zumindest in der Hochsaison auch der Platz bei der historischen Rasner Brücke an der Pustertaler Hauptstraße zu sein, wie ein Pendler der Redaktion mitteilte und das Nachtlager der Wohnmobile in Bildern festhielt. <BR /><BR /><embed id="dtext86-66327277_quote" /><BR /><BR />Dabei ist die Sachlage klar: „Laut Verordnung ist auf Freiflächen außerhalb der öffentlichen Parkplätze das Campieren und auch nur das Stehenbleiben über Nacht untersagt“, erklärt der Rasner Bürgermeister Thomas Schuster. Und der Platz bei der historischen Brücke sei eine solche Freifläche. Dort gebe es zwar eine Parkmöglichkeit, aber es sei kein öffentlicher Parkplatz, auf dem man wie normale Pkw „parken“ dürfe, sofern man nicht mehr Fläche beanspruche, als das Fahrzeug benötigt (also keine Markisen oder Dachzelte ausfahren oder Tische und Stühle aufstellen). <BR /><BR />Bürgermeister Schuster erklärt, dass man mit Wildcampern an der historischen Brücke bisher keine Probleme hatte und das wohl nur in der Hochsaison vorkomme. Aber man könne durchaus in Betracht ziehen, ein entsprechendes Verbotsschild anzubringen, so wie das beim Fischerteich in Niedertal geschehen sei. „Dort hat sich die Situation mit dem Schild verbessert“, sagt er. <BR /><BR />Die größeren Probleme mit Wildcampern hatte man in Rasen beim Friedhof, wo das WC Camper zum Bleiben animiert habe. „Dort haben wir die Parkzeit nun auf 180 Minuten beschränkt.“ Und die Einsatzkräfte würden die neuralgischen Plätze kontrollieren. „Auch ich scheue mich nicht, die Camper anzusprechen, wenn sie wo stehen, wo sie nicht dürften“, so Schuster. <h3> Ohne Führerschein zum Campen gezwungen</h3>Auch unfreiwillige Camper Die Carabinieri hätten aber immer ein Auge auf die deutschen Staatsbürger gehabt. Und nach einigen Tagen seien diese dann auch abgeholt worden.