Montag, 21. Januar 2019

Ungebetenen Besuchern das Leben schwer machen

In Südtirol häufen sich derzeit wieder die Wohnungseinbrüche. Während in Bozen Fassadenkletterer am Werk sind, schlagen die Täter in Brixen und Meran eher zu ebener Erde und im ersten Stock zu. Die Sicherheitskräfte haben bereits erhöhte Präsenz zugesagt. Um ungebetenen Besuch vorzubeugen, kann auch jeder einzelne einen Beitrag leisten. Das berichten die "Dolomiten" in ihrer Montagsausgabe.

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Foto: © shutterstock

Mit immer mehr Überwachungskameras und einer verstärkten Streifentätigkeit von Carabinieri, Staats- und Ortspolizei will man von öffentlicher Seite in den Städten für mehr Sicherheit sorgen. Wie berichtet, hat es in den vergangenen Tagen sowohl in Bozen als auch in Brixen eine Serie von Wohnungseinbrüchen gegeben. Und auch in Meran wurden einzelne Fälle gemeldet. Zwar erstatten die Opfer in den allermeisten Fällen Anzeige, doch die Klärung der Fälle ist akribische Kleinstarbeit. Immer wieder berichten die Opfer, dass die Sicherheitskräfte zwar vor Ort Spuren sichern und Beweise aufnehmen würden, gleichzeitig aber wenig Hoffnung hätten, die Täter zu schnappen.

Nachbarn um Hilfe bitten

Umso wichtiger ist es, dass sich jeder einzelne entsprechend gegen ungebetenen Besuch in seinen eigenen 4 Wänden schützt. Dazu würden laut den Sicherheitskräften oft schon ein paar einfache Mittel ausreichen. Oberstes Gebot ist eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Hilfe. Wie während des Sommerurlaubes sollte auch im Winter bei Abwesenheit der Postkasten täglich geleert werden , damit nicht der Anschein erweckt wird, dass die Wohnung leer steht.

Auf Einbrecher abschreckend wirken geschlossene Rollos oder Fensterläden . Auch trotz winterlicher Temperaturen geöffnete Balkontüren und Fenster sollte man vermeiden. Auf Balkonen und Terrassen sollte zudem alles weggeräumt werden, was als Einbruchswerkzeug verwendet werden könnte. Mittels Zeitschaltuhr , welche bei Abwesenheit in der Wohnung Lichter anschaltet, kann Anwesenheit vorgetäuscht werden.

Konfrontation mit den Einbrechern vermeiden

Ist es für die meisten Einbruchsopfer bereits ein Horror zu wissen, dass Fremde ungebeten in den eigenen 4 Wänden waren, verstärkt sich das ganze noch, wenn die Einbrecher bei der Rückkehr des Wohnungsbesitzers noch vor Ort sind. Auch hierfür haben die Sicherheitskräfte ein paar Tipps, die man im Notfall beachten sollte. So sollte man, nachdem man das Licht angemacht hat, immer den Eindruck erwecken, dass man nicht alleine ist. Zudem sollte man jede Konfrontation mit dem Täter oder den Tätern vermeiden. Sich Einbrechern in den Weg zu stellen, davon raten die Sicherheitskräfte in jedem Fall ab. Allerdings sollte man sich möglichst viele Details zum Täter merken.

Nicht zuletzt geht es darum, beim geringsten Verdacht unter der Notrufnummer 112 die Sicherheitskräfte zu alarmieren. Wie bereits in Vergangenheit seitens der Quästur mehrfach betont, scheinen die Südtiroler diesbezüglich auf dem richtigen Weg zu sein. Die Devise dabei lautet: Lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig. Nur so haben Polizei und Carabinieri die Chance, Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen.

D/em

stol