Donnerstag, 17. November 2005. Es ist fast Nacht in Enego (Ghenebe auf Zimbrisch), einem Bergdorf in der Provinz Vicenza an der Grenze zum Trentino. Im Dorf, in einem Haus am Waldrand, leben das Ehepaar Domenico Miola (83 Jahre) und Angela Valle (79 Jahre) ein ruhiges Leben, von allen gemocht, viele Kinder und Enkelkinder. <BR /><BR />Um 21.30 Uhr erhält ein Nachbar des älteren Ehepaars einen Anruf von dessen Tochter, die ihre Eltern nicht mehr erreichen kann. Der Nachbar macht sich auf den Weg zu ihrem Haus: Das Licht ist an, aber niemand antwortet. <BR /><BR />Im Erdgeschoss dann der erschreckende Fund: die geschundenen Leichen der beiden älteren Leute. Der Mörder hatte – wahrscheinlich einen Raubüberfall vortäuschend – erbittert auf sie eingeschlagen und mindestens 20 Mal mit einem Metallrohr auf deren Kopf gezielt.<h3> Das Dorf ist schockiert</h3> Und warum? Niemand hat es herausgefunden. Das Dorf ist schockiert. Und viel Schnee fällt auf den Kummer einer Familie und einer ganzen Gemeinde und verwischt die Spuren des Mörders, der in den Wald geflohen ist. <BR /><BR />17 Jahre lang führten die Ermittlungen zu nichts: Einige Verdächtige entpuppten sich als unschuldig. Von allen männlichen Einwohnern wurde DNA entnommen, ohne Ergebnis.<BR /><BR /> Dieser „Cold Case“ sollte jedoch nicht in Vergessenheit geraten, damit neue Dinge aufgedeckt werden können, um 2 unschuldigen Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.<BR /><BR /><BR />