<BR />Nachdem auf einer Alm im Gemeindegebiet von Amlach (Bezirk Lienz) vergangene Woche 7 Mutterschafe sowie ein Widder tot aufgefunden wurden und nach amtlicher Rissbegutachtung der Verdacht auf die Beteiligung eines Wolfes besteht, hat das Land Tirol eine Abschussverordnung für einen Schadwolf erlassen. <h3> „Verstoß gegen das Tierschutzgesetz“</h3>Der betroffene Bauer Paul Lugger hat nun eine Anzeige am Hals. Die Organisation „Tierschutz Austria“, die im Juli bereits die Tiroler Landesregierung aufgrund der Abschussverordnungen angezeigt hatte, wirft dem Bauern laut „Tiroler Tageszeitung“ einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vor. Er habe seine Schafe auf der Alm ungeschützt und ohne Herdenschutzmaßnahmen gehalten. Und das, obwohl er bereits früher im Sommer den Verdacht geäußert habe, dass ein Wolf für 2 tote Schafe verantwortlich sein könnte. <BR /><BR />Dem Bauern droht laut „TT“ eine Geldstrafe bis zu 7500 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 15.000 Euro. <BR /><BR />Paul Lugger gibt sich gelassen. Die Anzeige werde nichts bringen, sagte er der „TT“. Was für ein Tierschutz sei denn das, der schwerverletzte Schafe in Kauf nehme, meint der Bauer sinngemäß in Richtung der Kläger. Er habe jedenfalls mit dem Wolfsbeauftragten des Landes vor dem Sommer einen Lokalaugenschein auf der Alm gemacht, um zu sehen, ob Herdenschutzzäune möglich seien. Der Beauftragte habe dies verneint.<h3> „Keine Ahnung von der harten Arbeit unserer Bauern“</h3>Die beauftragte Anwältin der Raubtierschützer, Michaela Lehner, erklärte laut „TT“, dass man nicht den Bauern in Bedrängnis bringen wolle, sondern die Politik. Man müsse ein Exempel statuieren. <BR /><BR />Ganz und gar nicht gelassen reagiert Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig. „Dass eine NGO aus Wien einen Bauern in Osttirol anzeigt, macht mich fassungslos“, erklärte er. „Dass zeigt, dass sie keine Ahnung von der Realität und der harten Arbeit unserer Almbauern haben. Die Abschussverordnungen der Bundesländer haben sich bewährt und wir werden diesen Weg konsequent weitergehen.“ Der Wolf sei keine gefährdete Tierart und gehöre wie jede andere Wildart reguliert, so der Minister.