Dienstag, 11. Februar 2020

Unglücklicher Zufall führte zu Blackout

Der großräumige Stromausfall vom Dienstagvormittag ist auf einen unglücklichen Zufall zurückzuführen. Luis Amort, Direktor der Südtiroler Stromverteilergesellschaft Edyna, erklärt gegenüber STOL, woran es lag.

Eine der beiden Hochspannungsleitungen war außer Betrieb, die andere wurde durch den Sturm beschädigt.
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Eine der beiden Hochspannungsleitungen war außer Betrieb, die andere wurde durch den Sturm beschädigt. - Foto: © shutterstock
Es gibt 2 Hochspannungsleitungen des staatlichen Stromnetzbetreibers Terna, so Amort im Gespräch mit STOL. Beide führen zur Edyna-Versorgungsstation in Bozen Süd. Von dort weg wird der Strom mittels Mittel- und Leichtspannungsleitungen in das Stadtgebiet von Bozen, die umliegenden Gemeinden und auch nach Meran geleitet.

Dadurch, dass eben 2 Hochspannungsleitungen existieren, kommt es praktisch nie zu Versorgungsausfällen, so Amort.

Anders jedoch am Dienstag: An einer der beiden Terna-Hochspannungsleitungen, und zwar jener, die von Naturns nach Bozen führt, waren dringende Instandhaltungsarbeiten notwendig, weshalb die Leitung außer Betrieb war.

Genau zu der Zeit fegte Sturmtief Sabine übers Land und erwischte die 2. Hochspannungsleitung in St. Florian bei Neumarkt. Vermutlich waren es herabgefallene Äste und Baumteile, die nun auch diese Leitung außer Gefecht setzten.

Die Folge war der großräumige Stromausfall am Dienstagmorgen, der für einiges an Chaos sorgte.

Wie Luis Amort gegenüber STOL erklärte, habe Terna umgehend die Arbeiten an der anderen Leitung unterbrochen und diese wieder in Betrieb genommen, sodass die Stromversorgung wie gewohnt gewährleistet werden konnte.

Terna führte Erkundungsflüge durch, um die Stelle des Schadens zu lokalisieren und zu reparieren. Die Leitung ging im Laufe des Nachmittags wieder in Betrieb,

Es war, wie berichtet,um kurz vor 11 Uhr Vormittags, als der Strom unter anderem in Bozen, Leifers, im Überetsch und bis nach Meran ausgefallen war. Teilweise kehrte er in Etappen zurück, gegen 12.30 Uhr normalisierte sich die Lage wieder.

Laut Berufsfeuerwehr mussten allein im Bozner Stadtgebiet 50 Personen aus Aufzügen befreit werden, außerdem führte der Ausfall der Ampeln zu mehreren Auffahrunfällen. Die Landesnotrufzentrale musste mehrfach Hilfe losschicken. Die Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun.

vs