Am Sonntagnachmittag gegen 17.30 Uhr war die 14-jährige M.B. mit einer Freundin im Stadtbus 213 von Algund Richtung Meran unterwegs. „Der Bus war so voll, dass meine Freundin nicht neben mir stehen konnte. Als ich bemerkte, dass eines meiner ,Schuhbandln‘ offen war, habe ich mich gebückt, um sie zuzubinden und habe meine kleine Schultertasche auf dem Boden abgestellt“, erzählt M.B. In der kleinen Tasche befanden sich ein Handy, die Geldtasche mit ein wenig Taschengeld und kleine Schminksachen.<BR /><BR />Als das Mädchen den Schuh wieder zugebunden hatte, stellte es verdattert fest, dass die kleine Tasche verschwunden war. Erschrocken blickte sich das Mädchen im Bus um und registrierte, dass einige Burschen lachen. Einige jünger als das Mädchen, einige auch älter.<BR /><BR />„Ich hab dann die Panik gekriegt und gefragt, wer denn mein Handy genommen hat. Dann haben sie angefangen, meine Sachen herumzuwerfen, darunter die Hülle meines Handys“, erzählt M. B. Die Handyhülle hat sie dann auf dem Boden aufgefunden.<BR /><BR />Das Mädchen fing in seiner Verzweiflung an zu weinen und zu schreien, worauf der Busfahrer bemerkte, dass etwas im Bus gar nicht stimmte. „An der Bushaltestelle vor dem ALGO hielt er den Bus an und sagte in italienischer Sprache: ,Ich mache die Türen so lange nicht auf, bis nicht das Handy auftaucht und dem Mädchen zurückgegeben wird. Und taucht das Handy nicht auf, rufe ich die Polizei‘“, erzählt das Mädchen. <BR /><BR />Da kam ein Bub aus der Gruppe und gab dem Mädchen das Handy zurück. „Aber der, der mir das Handy gegeben hat, hat es mir nicht gestohlen, das war ein anderer“, fügt die 14-Jährige hinzu. Die Handtasche fand das Mädchen dann in einer ganz anderen Ecke des Stadtbusses auf einem Sitz.<BR /><BR />„Dann hat der Busfahrer die Türen geöffnet und alle sind ausgestiegen, auch meine Freundin. Nur ein älterer Mann und ich waren noch im Bus, der dann weiter nach Meran fuhr“, sagt M.<BR /><BR />Als sie Zuhause angekommen ist, „war unsere Tochter schon sehr aufgelöst. Das war schon ein sehr unguter Vorfall und wie der Busfahrer reagiert hat, ist absolut keine Selbstverständlichkeit. Längst nicht jeder hätte sich so verhalten. Ein Engel, dem ich sehr gerne sagen würde, wie dankbar wir sind“, sagt A.H., Mutter des 14-jährigen Mädchen.