Mittwoch, 04. November 2020

Unmut bei Standbetreibern: Bozner Obstmarkt muss schließen

Die Standbetreiber am Bozner Obstmarkt sind sauer. Wie jeden Tag bauten sie am Mittwoch im Morgengrauen die Stände auf, doch dann kam – wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet – die Stadtpolizei.

Die Standbetreiber mussten am Mittwoch wieder schließen.
Badge Local
Die Standbetreiber mussten am Mittwoch wieder schließen. - Foto: © ansa
Aufgrund der neuen Corona-Verordnung von Landeshauptmann Arno Kompatscher und weil Bozen ja zu jenen Gemeinden zählen, die unter Lockdown gestellt wurde, hat die Bozner Stadtpolizei die Stände auf dem Obstplatz wieder geschlossen.

„Wir haben immer wieder bei Stadtrat Ramoser nachgefragt, wie es mit uns weiter geht, aber nie eine Antwort erhalten“, beklagt Fabrizio Lago, einer der alteingesessenen Kaufleute vom Obstmarkt.

„Wir waren überzeugt, dass wir offen halten dürfen, und gestern Abend haben wir die Waren für heute gekauft. Jetzt können wir die wohl wegwerfen.“

Und eine Kundin, die schließlich mit leeren Händen nach Hause ging, kommentierte die Schließung der Stände mit Unverständnis: „Es ist Unsinn, Freiluftstände, an denen Lebensmittel verkauft werden, zu schließen. Sie sollten lieber die großen Supermärkte schließen, in denen sich viele Menschen tummeln, die jetzt die einzigen sind, die gute Geschäfte machen.“

ansa/stol

Schlagwörter: