Zwei seiner Assistenten wurden zu zehn bzw. sechs Jahren Haft verurteilt. Die drei Angeklagten hatten 86 Fälle von schwerer Körperverletzung zu verantworten. Berichten zufolge hatten die Männer von 2005 bis 2007 überflüssige oder gar schädliche Operationen vorgenommen und sich so um 2,5 Millionen Euro bereichert. Sie erfanden zum Beispiel Tumore und amputierten dann sinnlos Brüste oder entfernten Lungenflügel.Mehreren Frauen sollen in der Klinik „Santa Rita“ die Brust entfernt worden sein, während eine Gewebeuntersuchung ausgereicht hätte. Der verurteilte Chefarzt wird seinen Ex-Patienten eine Entschädigung von 80.000 Euro pro Person zahlen müssen, beschloss ein Gericht in Mailand. Abhörmaßnahmen hatten die Ermittler vor zwei Jahren auf die Spur der Betrüger in der 276-Betten-Klinik gebracht, die mit den überflüssigen Operationen ihr Grundgehalt im Monat bis auf 27.000 Euro aufgestockt haben sollen. apa