Donnerstag, 02. Juli 2015

UNO: Koka-Anbau in Kolumbien stark angestiegen

In Kolumbien gedeiht der Koka-Anbau.

Kokain
Kokain

Im vergangenen Jahr habe es illegale Pflanzungen auf insgesamt 69.000 Hektar Land gegeben, heißt es in einem gemeinsam von der UNO-Drogenbehörde UNODC und der kolumbianischen Regierung am Donnerstag bekannt gegebenen Bericht. Das sei 44 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Die Blätter der Pflanze werden als Grundstoff für die Kokain-Produktion genutzt.

Die Kokain-Produktion habe 2014 insgesamt 442 Tonnen ergeben. Wegen erhöhter Produktivität des Anbaus lag sie sogar 52 Prozent über dem Vorjahreswert. Vor allem im Südwesten und im Amazonas-Gebiet Kolumbiens breite sich der Anbau aus. Die Zerstörung von Koka-Feldern auf 68.000 Hektar und die Beschlagnahmung von 166 Tonnen Kokain habe sich 2014 etwa gleich mit den Werten von 2013 gehalten. Rund 65.000 Haushalte lebten vom Koka-Anbau.

Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt, gefolgt von Peru und Bolivien. Ehemalige Paramilitärs und die FARC-Guerilla werden von der Regierung Kolumbiens bezichtigt, im Drogenhandel stark verwickelt zu sein.

apa/dpa

stol