<b>von Flora Brugger</b><BR /><b><BR />Herr Canins, Sie saßen schon von 2006 bis 2009 im Vorstand des Verbandes. Mit welchem Gefühl kehren Sie jetzt als Obmann zurück? </b><BR />Manfred Canins: Ich wurde damals als Vertreter der Norikerzüchter in den Vorstand gewählt. Jetzt bin ich Obmann der Haflinger- und Norikerzüchter und freue mich auf die Herausforderung. Pferde sind meine Leidenschaft. Als Direktor des Tourismusvereins Abtei habe ich viele Veranstaltungen mit Pferden organisiert, darunter den Leonardi-Ritt. In die Amtszeit damals fiel auch das Europachampionat in Meran. Da übernahm ich die Öffentlichkeitsarbeit. Auch vertrat ich Südtirol im Haflinger-Nationalverband.<BR /><BR /><b>Obmann eines Verbandes zu sein, ist herausfordernd ...</b><BR />Canins: Freilich. 777 Mitglieder sind 777 Köpfe. Sie alle zufriedenzustellen, wird nicht immer möglich sein. Aber der Verband ist gut aufgestellt und hat sehr gute Mitarbeiter, die mir bei meiner Arbeit zur Seite stehen. <BR /><b><BR />Wo legen Sie als Obmann den Schwerpunkt? </b><BR />Canins: Ich möchte den Verband marketingmäßig ausbauen und einen Marketing-Beirat einsetzen. Mein Ziel ist es, die Marke Haflinger aufzubauen, bekannt und begehrt zu machen. Bekannt alleine ist zu wenig. <BR /><BR /><b>Wie wollen Sie die Begehrtheit des Haflingers steigern?</b><BR />Canins: Erste Aufgabe ist es, ihn zu positionieren, aufzuzeigen, was den Haflinger von anderen Rassen abhebt, welche Stärken er hat, was er besser kann als andere Rassen. Das muss uns bewusst werden und das müssen wir kommunizieren. Unser Haflinger ist der Haflinger aus dem Ursprungsgebiet, das Original. Darauf müssen wir bauen, das ist Qualität und Garantie. <BR /><BR /><b>Mit dem Haflinger-Festival werden 150 Jahre Haflinger gefeiert. Ein guter Anlass, ihn bekannt und begehrt zu machen? </b><BR />Canins: Wenn wir das Pferd verkaufen wollen, braucht es eine Bühne. Großereignisse eignen sich da sehr. Wir sind schon jetzt stark in den sozialen Medien präsent, planen Fernsehaufnahmen und bewerben die Veranstaltung. Um Aufmerksamkeit für unseren Haflinger zu bekommen, braucht es im Auftritt Frequenz und Kontinuität. <BR /><BR /><b>Nützen Sie auch andere Schienen? </b><BR />Canins: Alle, die sich bieten. Zu den Veranstaltern der Verona-Messe habe ich gute Kontakte; da muss es uns gelingen, unseren Haflinger publikumswirksamer zu präsentieren, etwa bei einer Abendshow. <BR /><BR /><b>Und die Zucht? </b><BR />Canins: Die Ziele sind gesteckt. Wir werden eine Zuchtkommission einsetzen – mit unseren Experten. Sie betreuen den züchterischen Teil im Verband. <BR /><BR /><b>Wie stehen Sie zum Nationalverband und zur Haflinger-Weltvereinigung? </b><BR />Canins: Mir ist eine gute Zusammenarbeit sehr wichtig; das ist im Sinne aller. <BR /><BR /><b>Wird es ein Haflingerzentrum geben? </b><BR />Canins: Ich stehe dahinter. Bester Standort ist meiner Meinung nach Meran. <BR />