„Spielgeräte aus Kunststoff oder Metall können sich unter direkter Sonneneinstrahlung auf bis zu 60 Grad Celsius erhitzen“, warnt Günter Dichgans, Landschaftsarchitekt und Spielplatzplaner. <BR /><BR />Besonders in den Mittagsstunden sei es daher ratsam, auf das Rutschen oder Schaukeln zu verzichten oder Spielplätze mit ausreichend Schatten aufzusuchen. „Ebenso wichtig ist der Check durch Eltern oder Begleitpersonen, denn durch ein kurzes Abtasten können schmerzhafte Verbrennungen ganz einfach vermieden werden“, rät Dichgans. Vorsicht ist zudem bei verwitterten Holzgeräten geboten: Rissige und poröse Oberflächen können Splitter und Verletzungen verursachen.<BR /><BR />Doch nicht nur Metall, Kunststoff und Holz bergen Risiken. Auch Gummibeläge wie Fallschutzmatten oder Gummireifenschaukeln heizen sich deutlich schneller auf als Naturmaterialien wie Rindenmulch oder Kies, erklärt der Experte. Selbst der Sand in Sandkisten kann zur Hitzefalle werden, wenn schattige Plätze fehlen. Grundsätzlich gilt: Konsequenter Sonnenschutz ist auf dem Spielplatz sowohl für Jung als auch für Alt unerlässlich. Im Schatten zu bleiben und Spielplätze mit viel natürlicher Begrünung zu wählen, ist allemal die beste Entscheidung.<h3> Vorsicht auch am Wasser geboten</h3>Mit den hochsommerlichen Temperaturen wächst nicht nur die Lust auf die Zeit im Freie, sondern auch das Bedürfnis nach Abkühlung. Wo Wasser ins Spiel kommt, ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn die Gefahr des Ertrinken lauert nicht nur im Schwimmbad: Es geschieht oft lautlos und unbemerkt und kann bereits bei geringer Wassertiefe, etwa in Zierteichen oder Brunnen auf Spielplätzen, zur tödlichen Falle werden. Entscheidend ist die Prävention: „Am wichtigsten ist die ungeteilte Aufsicht und dass man sich nicht durch das Smartphone ablenken lässt“, betont Dr. Marc Kaufmann, Primar der Notfallmedizin. Zusätzlichen Schutz bieten Schwimmhilfen wie Schwimmflügel sowie ein frühzeitiger Schwimmunterricht, der Kindern Sicherheit im Wasser vermittelt und das Risiko von Badeunfällen verringern kann.<BR /><BR />Neben der Hitze bleibt auch die Sturz- und Verletzungsgefahr auf Spielplätzen zentral. Beim Alpenverein Südtirol (AVS) legt man in Kursen daher besonderen Wert darauf, Kinder und Jugendliche schrittweise an das sichere Klettern heranzuführen. Neben technischen Fähigkeiten werden auch körperliche, mentale und soziale Kompetenzen gezielt gefördert. „So sammeln sie altersgerechte Erfahrungen am Fels und in der Kletterhalle und erwerben wichtige Kenntnisse für ein sicheres Verhalten im Bergsport“, erklärt Anna Bernard, Referatsleiterin Jugend & Familie. Nicht zuletzt bildet dies auch eine gute Grundlage fürs sichere Toben am Klettergerüst oder der Sprossenwand.