Mittwoch, 04. Oktober 2017

Unter einem gemeinsamen Dach

Der Spatenstich für das neue Zentrum der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit ist gemacht. Die Räumlichkeiten sollen Südtirols Katholischer Jugend und der Katholischen Jungschar Südtirols, Azione Cattolica Ragazzi und Pastorale Giovanile Platz bieten.

Hier entsteht das Zentrum der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit: Bischof Ivo Muser segnete die Baustelle.
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Hier entsteht das Zentrum der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit: Bischof Ivo Muser segnete die Baustelle. - Foto: © STOL

Seit einigen Jahren wird daran gearbeitet und nun haben die Arbeiten für das neue kirchliche Kinder- und Jugendzentrum begonnen. Die bestehende Kirche „Regina Angelorum“ am Silvius Magnago Platz in Bozen wird der Eingang dazu sein. Im 2. Stock des angrenzenden Gebäudes werden dann die neuen Büros der kirchlichen Kinder- und Jugendvereine deutscher und italienischer Sprache zu finden sein. 

Die Pläne. - Foto: Dlife

Im Laufe der Zeit können noch weitere Institutionen ihren Platz im neuen Zentrum finden.

„Lassen wir uns von Josef Mayr-Nusser inspirieren“

Das Zentrum soll nicht nur den Namen „Josef Mayr-Nusser“ tragen, sondern auch in seinem Geiste wirken. Der Tag des Spatenstichs am Dienstag war daher nicht zufällig gewählt, sondern der Gedenktag des seligen Mayr-Nusser. 

„Josef Mayr-Nusser hätte heute sicher eine große Freude“, ist Verena Dariz, 1. Vorsitzende der Katholischen Jungschar Südtirols überzeugt und meint weiter: „Wir wollen dieses Gebäude mit viel jungen Elan füllen.“

„Josef Mayr-Nusser war ein kritischer Geist und mutiger Vordenker. Das neue Zuhause der kirchlichen Kinder- und Jugendvereine stellt sich mit der Namensgebung unter sein Vorbild: Mutig sein, Kritik äußern, Missstände aufzeigen, gemeinsam eine neue Wirklichkeit schaffen, tätig werden und auch die Courage haben ,gegen den Strom zu schwimmen' .Josef Mayr-Nusser ist ein  wunderbares Vorbild, lassen wir uns vom ihm inspirieren“, ruft Doris Christina Rainer, 1. Landesleiterin von Südtirols Katholischer Jugend auf.

In einem Jahr bezugsfertig

Andreas Januth, Büroleiter der Diözesanen Jugendstelle geht davon aus, dass die Bauarbeiten ungefähr ein Jahr dauern werden. Der Großteil der Baukosten wird vom Amt für Jugendarbeit der Autonomen Provinz Bozen und der Diözese Bozen-Brixen gedeckt.

Eine jugendliche Baustelle

Bischof Ivo Muser erklärte, dass er von dieser Idee gleich überzeugt war, allerdings musste man ihm ein Versprechen geben: „Die Struktur mit Leben zu füllen.“ Bei der anschließenden Segnung wies der Bischof darauf hin, dass es sich wirklich um eine Baustellensegnung handelt und es solle auch eine jugendliche Baustelle bleiben, in der nicht so sehr die Struktur zähle, sondern der Dialog, das Leben und der Glaube. 

 „Das neue Zentrum eröffnet viele neue Möglichkeiten. Gerade wir nutzen die kindliche Neugier und den jugendlichen Mut und sehen das Potenzial in diesem Zentrum, um die Kinder- und Jugendpastoral in unserer Diözese noch zu verbessern. Wir wollen unsere Vereinstätigkeiten vertiefen und gemeinsam mit anderen Vereinen Neues wagen – damit wir mit den Kindern und Jugendlichen von heute die Kirche von Morgen gestalten“, ist Verena Dariz überzeugt.

Der Grundstein. - Foto: Dlife

Zum Abschluss wurden eine deutschsprachige und eine italienischsprachige Tageszeitung, eine Kinderzeichnung und ein Duplikat der Seligsprechung von Josef Mayr-Nusser in den Grundstein gelegt. Dieser Grundstein findet im Eingangsbereich des neuen kirchlichen Kinder- und Jugendzentrums seinen Platz.

stol/ker

 

stol