Mittwoch, 16. März 2016

Unter Mordverdacht: Das erste Interview mit Ester Quici

"Ich bin keine Heilige, aber ich habe Alex nicht umgebracht." Das sagt Ester Quici in ihrem ersten Interview mit dem Tagblatt "Dolomiten" von Mittwoch. Am Dienstag hatte das Gericht entschieden, dass sich die Meranerin wegen Mordes an ihrem Verlobten Alessandro Heuschreck im Hauptverfahren verantworten muss. Dennoch atmet Quici erst einmal auf.

Ester Quici ist seit Dienstag frei - bis zum Mordprozess. - Foto: ki
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Ester Quici ist seit Dienstag frei - bis zum Mordprozess. - Foto: ki

Gezeichnet, aber gefasst. So wirkt Ester Quici beim ersten Interview in Freiheit. Sie weiß, dass es nur eine provisorische Freiheit ist, eine Freiheit auf Zeit bis zum Mordprozess. Am Dienstag hatte der Vorverhandlungsrichter sie aus dem seit Mai 2015 verfügten Hausarrest entlassen (STOL hat berichtet).

Ester Quici und ihre Version der Tat  

"Was ich erlebt habe, wünsche ich niemandem", sagt Ester Quici auf die Frage von Redaktionsleiter Klaus Innerhofer, wie es ihr seit der Bluttat am 21. März 2015 ergangen sei. "Ich habe noch nie so viel Blut gesehen, eine wahre Fontäne. Dann sank er auf das Sofa", berichtet sie über die entscheidenden Momente.

Momente, um die es auch im Mordprozess gehen wird. Denn für die Staatsanwaltschaft ist fix, dass sich der Tote, Alessandro Heuschreck (50), zwei Stichwunden nicht selbst zugefügt haben kann. Quici spricht von Heuschrecks Selbstmord und erklärt, warum sie das Messer nach der Tat gewaschen hat. Auch hat sie eine Erklärung dafür, warum sie erst viel zu spät Hilfe für den verblutenden Heuschreck gerufen hatte. 

Glaube in die Justiz

Trotz Mordanklage blickt Quici positiv nach vorne. Sie glaube fest an die italienische Justiz – und daran, dass der verstorbene Lebensgefährte ihr beistehen werde, sagt sie und genießt nun einmal die wiedergewonnene Freiheit. 

stol/ki/ker

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Das vollständige Interview mit Ester Quici lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Tagblattes "Dolomiten"

stol