Ortspolizist Christian Carli klärt auf – indes schlagen die Gemeinden Alarm. <b>von Jakob Pramstaller</b><BR /><h3> Trotz Radar-Neuerung Fuß vom Gas</h3>Auch wenn jetzt die neue Regelung zu den Radarfallen in Kraft ist, heißt es für Autofahrer weiter Fuß vom Gas. „Die Übergangszeit für die Umrüstung der fixen Radarstellen beträgt 12 Monate, das heißt bis dahin werden die Strafen noch ausgestellt wie bisher“, sagt Christian Carli, Sprecher der Ortspolizisten in Südtirol.<BR /><BR /> „Wir haben 3 verschiedene Situationen“, sagt Carli. „Es gibt zum einen das fixe Radargerät, das installiert ist und funktioniert, ohne dass die Polizei vor Ort ist.“ In diesem Fall gelten für die kommenden 12 Monate dieselben Regeln wie bisher. <h3> Neue Richtlinien gelten bei bestimmten Kontrollen schon in 14 Tagen </h3>Kontrolliert die Polizei mit mobilem Radargerät und hält Raser nicht sofort an, kommen die neuen Richtlinien hingegen sehr wohl zum Tragen – und das bereits in 14 Tagen. <BR /><BR />Wird der Verkehrsteilnehmer, der zu schnell unterwegs ist, sofort angehalten komme das Dekret, das gestern in Kraft getreten ist, laut Carli keine Anwendung.<h3> Wo man nicht mehr blitzen darf </h3>Klar ist, dass Geschwindigkeitskontrollen für die Polizei zum Spießrutenlauf werden dürften. So darf beispielsweise an Stellen, an denen die Geschwindigkeit 20 Km/h unter dem festgesetzten Tempolimit liegt, nicht mehr kontrolliert werden. <BR /><BR />„Gilt auf einem Abschnitt einer Landstraße Tempo 60 darf die Polizei nicht mehr kontrollieren, da auf Landstraßen bekanntlich Tempo 90 gilt“, erklärt Carli. <BR /><BR />Außerdem darf nur mehr auf jenen Straßenabschnitten kontrollieren, die explizit als gefährlich ausgewiesen sind. „Zudem müssen die Kontrollstellen aufeinander abgestimmt werden, damit ein Autofahrer nicht mehrmals kontrolliert wird“, so Carli. <BR /><BR />Und nicht zuletzt müssen Radarkontrollen jetzt noch deutlicher angekündigt werden als schon bisher.<h3> Schatzer: „Für uns ist es ein großes Problem“ </h3>Auch auf die Gemeinden kommt durch die Neuregelung bei Geschwindigkeitskontrollen einiges zu. „Für uns ist es ein großes Problem, dass man unter 50 Km/h nicht mehr blitzen darf“, sagt Gemeindenverbandspräsident Andreas Schatzer. <BR /><BR />Radarfallen innerhalb der Ortschaften seien nämlich das einzige effiziente Mittel, um Raser dazu zu bringen die Geschwindigkeitsvorschriften einzuhalten. Man werde aber wohl nicht darum herumkommen, Radarfallen räumlich zu verstellen oder sie gänzlich außer Betrieb zu setzen.