<BR />„Seit Langem liegen in beiden Kammern des Parlaments parteiübergreifende Gesetzentwürfe vor, die den Zugang Minderjähriger zu sozialen Medien einschränken sollen. Endlich hat sich auch Ministerpräsidentin Meloni dazu geäußert und erklärt, dass sie einem Verbot für unter 14-Jährige nicht ablehnend gegenübersteht. Ich denke daher, dass wir keine Zeit mehr verlieren dürfen, ein Gesetz zu verabschieden.<BR /><BR />Den Zugang zu sozialen Medien einzuschränken, ist vor allem eine Frage der Förderung einer gesunden kognitiven und emotionalen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Zugleich geht es darum, sie vor negativen Vorbildern und gefährlichen Botschaften zu schützen – insbesondere vor Inhalten, die zu Gewalt aufrufen und sich über digitale Plattformen rasch verbreiten können. Die Ausschreitungen in Mailand haben einmal mehr gezeigt, wie aktuell und ernst dieses Problem ist.<BR /><BR />Diese Sorgen sind keineswegs abstrakt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgestellt, dass 11 Prozent der Jugendlichen ein problematisches Nutzungsverhalten in Bezug auf soziale Medien zeigen. Dieser Anteil ist im Vergleich zu 2018 deutlich gestiegen.<BR /><BR />Auch die EU hat sich des Problems angenommen und einen Vorschlag für eine entsprechende Verordnung vorgelegt. Italien sollte diesem Weg folgen. Nicht nur wegen der Ereignisse in Mailand, sondern auch angesichts dessen, was schon seit Langem geschieht, ohne dass angemessene Antworten darauf gefunden werden.<BR />Die Familien dürfen mit der Bewältigung eines Phänomens, das sich unmittelbar auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Kinder auswirkt, nicht alleingelassen werden.“