Freitag, 29. Mai 2020

Unternehmerverband: „Recht auf Bildung gewährleisten!“

Die Öffnung der Kindergärten und Schulen ist eine der Prioritäten, die aus den Treffen auf Bezirksebene des Unternehmerverbandes hervorgegangen ist. Koordiniert wurde der virtuelle Austausch vom für die Bezirke zuständigen Vizepräsidenten des Unternehmerverbandes, Heiner Oberrauch.

Für den Start der Schulen und Kindergärten müssen konkrete Lösungen gefunden werden, fordert der Unternehmerverband.
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Für den Start der Schulen und Kindergärten müssen konkrete Lösungen gefunden werden, fordert der Unternehmerverband. - Foto: © oe - Otto Ebner
„Wir müssen zukunftsorientiert planen, dafür tragen wir Verantwortung. So wichtig es für die Finanzierung unseres Sozialsystems war, dass die Wirtschaft wieder durchstarten konnte, so wichtig ist es nun, auch den Kindern und Jugendlichen Perspektiven und Planungssicherheit zu geben: Auch ihren Bedürfnissen muss Rechnung getragen werden. Unsere Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Bildung. Wir alle müssen einen Beitrag leisten, damit die Bildungs- und Schultätigkeit so rasch als möglich wieder starten kann“, fasst Oberrauch zusammen.

An folgenden 2 dringenden Maßnahmen müssTen Institutionen und Sozialpartner gemeinsam arbeiten: Ab sofort Kindern und Jugendlichen eine Sommerbetreuung anbieten zu können und einen gemeinsamen Plan zu erarbeiten, damit der Schulbetrieb im September wieder normal starten kann, fordert der Unternehmerverband. Die Unternehmen seien bereit, ihren Beitrag zu leisten. „Bozen Stadt, Bozen Land, Pustertal, Eisacktal, Burggrafenamt und Vinschgau: Die Unternehmer aller unserer Bezirke wollen die vielfältige Zusammenarbeit mit den Schulen wieder aufnehmen, angefangen beim Expertenunterricht“, so der Vizepräsident es Unternehmerverbandes.

Viele Unternehmen haben bereits ihren Beitrag geleistet: Betriebliche Kindertagesstätten wurden wieder geöffnet, die Möglichkeit zum Smart-Working für Mütter und Väter ausgebaut, das Überleben von Vereinen durch Sponsoring und Spenden gesichert. „In unseren Unternehmen arbeiten mehr als 40.000 Menschen und wir fühlen uns auch für ihre Familien verantwortlich. Wir müssen ihren Bedürfnissen eine Stimme geben“, so Oberrauch.

Der Unternehmerverband setzt auf eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor, erklärt Präsident Federico Giudiceandrea: „Die Investition in Humankapital ist notwendig und verantwortungsvoll. Gerade im Bildungsbereich war die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen immer gewinnbringend. Das duale Ausbildungssystem ist der beste Beweis dafür. Die Reform des Bildungssystems in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu stellen, und dafür den Beitrag der gesamten Gesellschaft berücksichtigen, begonnen bei den Unternehmen, ist eine der vielen 'intelligenten Verbindungen', die es in diesem Moment braucht.“

ptr