Es war gegen 22.30 Uhr, als die Steinmassen zu Tal polterten. „Am schlimmsten war es zu hören, wie die Felsen vom Berg herunterkrachten und die Bäume barsten, als ob es Streichhölzer waren“, meint ein Anrainer gegenüber Stol am Morgen danach. Der Steinschlag habe über Stunden angedauert.Die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung eilten zum Einsatzort. Ein großer Scheinwerfer der Freiwilligen Feuerwehr von Göflan wurde aufgestellt, auch ein Landesgeologe wurde angefordert.Denn: „Steine so groß wie Kleinfahrzeuge sind zu Tal gedonnert“, berichtet Florian Semenzato, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Tschars und Einsatzleiter.13 Personen in Sicherheit gebrachtAuf ihren Weg abwärts hätten die Steinmassen einige Reb- und Obstanlagen beschädigt, zum Teil Mauern durchbrochen, berichtet der Einsatzleiter. „Nur rund zehn Meter vor zwei Wohnhäuser kamen die Steine zum Stehen“, so Semenzato. Die Häuser wurden evakuiert, die 13 betroffenen Personen kamen bei Privatpersonen oder in Beherbergungsbetrieben unter.„Dort werden sie wohl bis auf Weiteres bleiben müssen“, meint Semenzato.Weitere lockere Steine in Lauerstellung?Denn am Mittwochmorgen habe man zwar bereits einen ersten Erkundungsflug durchführen können, doch sei die Abbruchstelle der Steinmassen von einer Nebelbank verdeckt gewesen.Ob und wenn ja, wie viel lockeres Gestein noch in Wartestellung lauert, könne man deshalb nur schwer sagen. „Wir vermuten allerdings, dass noch einige Steinbrocken zu Tal stürzen könnten“, so der Einsatzleiter.Am Mittwochnachmittag soll ein weiterer Erkundungsflug stattfinden.Verkehr fließt störungsfreiDie Staatsstraße, die einige Meter unter dem betroffenen Hang verläuft, musste in der Nacht auf Mittwoch kurzzeitig für das Aufstellen des Scheinwerfers gesperrt werden. Generell sei die Straße von dem Steinschlag allerdings nicht betroffen, berichtet Kommandant Semenzato. Der Verkehr fließe störungsfrei.pg