<b>von Flora Brugger</b><BR /><BR />„Die Eltern wollen einen funktionierenden Dienst, das ist klar, und wir tun alles, um diesen auch bieten zu können“, sagt Stefano Gius von der Trientner Unternehmensgruppe CLA. Sie führt das Schülerheim „Wasserfall“ in Auer samt Außenstelle im ehemaligen Hotel „Laurin“. <h3> Eine Woche Zeit</h3>Das Land gibt den Betreibern jetzt eine Woche Zeit, die prekäre Situation rund um die Erzieher in Ordnung zu bringen. Eltern, Schüler und Lehrer sind seit längerem mit der Betreuung in den Schülerheimen unzufrieden: Dies sagten die Teilnehmer auch deutlich bei einem Elternabend, wo sie einmal mehr auf die Missstände hinwiesen. Wie berichtet, fehlten infolge von Kündigungen und Krankheit in den Heimen mehrere Erzieher. Die Jugendlichen sind daher großteils auf sich alleine gestellt. <BR /><BR />Das Land als Eigentümerin des Heims stellte dem Konsortium CLA jetzt die Beanstandungen zu. „Darin verweisen wir auf den nicht ordnungsgemäß ausgeführten Dienst“, sagte Bildungslandesrat Philipp Achammer. Zudem werde das Konsortium aufgefordert, der Abteilung Bildungsförderung innerhalb dieser Woche mitzuteilen, ob zusätzliche Mitarbeiter mit der wichtigen Erziehungsfunktion beauftragt worden seien. „Ansonsten wird kommende Woche Personal aus anderen Landesheimen abgezogen und zeitweise nach Auer abkommandiert“, sagte Achammer. <h3> „Mehr schlecht als recht“</h3>Ende Jänner hatten 2 Erzieher gekündigt, Anfang Februar der dritte und letzte; zudem fehlte eine Erzieherin krankheitsbedingt. Mit Aushilfen versuchte die Heimleitung bislang mehr schlecht als recht, den großen Personalengpass zu überbrücken. Es lief aber nicht zur Zufriedenheit von Eltern und Schülern. Die Tagesabläufe wurden nicht ausreichend kontrolliert und die Schüler nur mangelhaft begleitet. Auch das Essen ließ zu wünschen übrig. Mehrere Eltern überlegten aufgrund der Missstände, ihre Kinder aus dem Heim zu nehmen. <BR /><BR />„Neue Erzieher zu finden, die Deutsch sprechen und die die Schüler im Griff haben, ist nicht einfach“, betont Stefano Gius vom Betreiberkonsortium. Mittlerweile habe sich die Situation etwas gebessert: Jene Erzieherin, die einen Monat lang ausgefallen war, sei letzte Woche aus dem Krankenstand zurückgekehrt und habe ihren Dienst im Heim in Auer wieder aufgenommen. „Sie kennt die Schüler und sie kennt das Heim“, sagt Gius. Zudem sei es gelungen, 3 neue Erzieher zu finden. „So sind die 4 Stellen derzeit wieder besetzt“, sagt Stefano Gius vom Betreiberkonsortium aus der Nachbarprovinz. <h3> „Wir hatten 5 verschiedene Erzieher in einer Woche“</h3>Es brauche aber noch seine Zeit, bis sich die Neuen eingearbeitet hätten. Aber auch die Schüler müssten etwas mehr Bereitschaft zur Mitarbeit zeigen. Von einer geordneten Situation wollen die Schüler aber noch nicht sprechen. Es gab ein Kommen und Gehen: „Vergangene Woche hatten wir 5 verschiedene Erzieher“, sagt Heimschüler David Tonner. Aber im Vergleich zur Woche davor habe sich die Situation gebessert.