Mittwoch, 21. November 2018

Unwetter: Einsätze in Nachbarprovinz Belluno

Da sich die Unwettersituation in Südtirol für die Feuerwehreinsatzkräfte in der Zwischenzeit beruhigt hatte, entschloss sich das Südtiroler Lagezentrum eine Anfrage der nationalen Zivilschutzbehörde nachzukommen. So wurde ein kleines Kontingent an Feuerwehrkräften mit Pumpen, Drehleitern und Erdbewegungsmaschinen ins Katastrophengebiet nach Agordo in der Nachbarprovinz Belluno geschickt.

Die Wehrmänner bei einem der zahlreichen Einsätze. - Foto: Berufsfeuerwehr Bozen
Badge Local
Die Wehrmänner bei einem der zahlreichen Einsätze. - Foto: Berufsfeuerwehr Bozen

So arbeiteten seit dem 02. November bis zum 21.November jeden Tag im Durchschnitt 4 bis 5 Feuerwehreinsatzkräfte dieser Berufsfeuerwehr mit den dort bereits operierenden Einheiten an verschiedenen Einsatzstellen um die stark beschädigten Infrastrukturen dieser Gegend wie Zufahrtsstrassen, Wasserleitungen, Strom- und Telefonverbindungen und so weiter notdürftig  wiederherzustellen, beziehungsweise entlegene Weiler und Wohnhäuser mit Fahrzeugen zugänglich zu machen.

Der starke Niederschlag, aber vor allem die verherrenden Windböen haben großflächige Zerstörungen verursacht und ein gesamtes Tal völlig von der Außenwelt isoliert.

Täglich 3 bis 4 Einsätze

An jedem Tag war mindestens ein Einsatzoffizier der Berufsfeuerwehr im Katastrophengebiet, der die erhaltenen Einsatzaufträge von der dortigen Einsatzleitung durch Lokalaugenscheine überprüfte und diese dann an die Mannschaften weiter gab.

So konnten in diesen 20 Tagen täglich 3 bis 4 Einsätze abgearbeitet werden, was einer Gesamteinsatzzahl von circa 70 Unwettereinsätzen entspricht. Der Katastropheneinsatz stand unter der Gesamteinsatzleitung des Hauptbrandinspektors Gasser Martin von dieser Berufsfeuerwehr.

Hilfe auch im Belluno

An 2 Wochenenden haben auch Delegationen von Südtiroler Freiwilligen Feuerwehren aus dem Pustertal im Katastrophengebiet in der Provinz Belluno mitgeholfen.

Am morgigen Donnerstag werden alle Einsatzkräfte mit ihren Geräten nach Südtirol einrücken und somit die Katastropheneinsätze beenden.

stol

stol