Sonntag, 15. Dezember 2019

Unwetter in Frankreich: 2 Tote und tausende Haushalte ohne Strom

Bei schweren Sturmböen und Überschwemmungen im Südwesten Frankreichs sind mindestens 2 Menschen ums Leben gekommen.

Schwere Unwetter führen zurzeit zu Überschwemmungen in Frankreich.
Schwere Unwetter führen zurzeit zu Überschwemmungen in Frankreich. - Foto: © AP / Bob Edme

Rund 15.000 Haushalte waren auch am Sonntag noch ohne Strom. In 11 Departements galt laut Wetterbericht weiterhin die zweithöchste Unwetter-Warnstufe.

Rentner wird von Wassermassen eines Baches mitgerissen

In Espiens im Departement Lot-et-Garonne wurde ein Rentner von den Wassermassen eines Baches mitgerissen, als er seinen Briefkasten leeren wollte. Die Leiche wurde am Samstag, 24 Stunden nach seinem Verschwinden, rund einen Kilometer von seiner Wohnung entfernt gefunden.

Im französischen Baskenland verunglückte ein 70-Jähriger, als er am Freitag mit seinem Auto gegen einen auf die Landstraße gestürzten Baum fuhr. Insgesamt erlitten 5 Menschen durch umstürzende Bäume Verletzungen.

Manche Messstationen erreichen Höchstwerte

An manchen Messstationen wurden neue Höchstwerte erreicht. So wurden in der Gemeinde Puycelsi im Département Tarn Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde gemessen. Der bisherige Spitzenwert seit Beginn der Aufzeichnungen lag bei 123 Kilometern pro Stunde und wurde mit Sturm „Klaus“ im Jänner 2009 aufgestellt.

In der Gemeinde Millau im Departement Aveyron in der Region Okzitanien wurden mit 142 Kilometern pro Stunde dem Wetterdienst zufolge die stärksten Böen seit 20 Jahren verzeichnet.

apa/dpa