Donnerstag, 01. August 2019

Urlaubszeit ist Hochzeit der Einbrüche

Auch in diesem Jahr sind besonders im Hochsommer in ganz Südtirol die Einbrecher unterwegs. Ein Wohnungseinbruch ist für die Betroffenen oft ein Schock: Wie man sich schützen kann, erklärt die Staatspolizei in einem Leitfaden.

Auch in diesem Jahr sind besonders im Hochsommer in ganz Südtirol die Einbrecher unterwegs.
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Auch in diesem Jahr sind besonders im Hochsommer in ganz Südtirol die Einbrecher unterwegs. - Foto: © D

Gestohlen wird leider das ganze Jahr lang, doch besonders im Sommer, wo vermeintlich viele Wohnungen leer stehen, sind die Diebe auch in Südtirol wieder unterwegs. 

In den vergangenen Wochen wurde unter anderem in die St.-Anna-Klinik in Meran eingebrochen, in Toblach versuchten die Einbrecher einen Wandtresor aufzustemmen, scheiterten jedoch daran.

In Bozen waren die Diebe im Viertel Don Bosco und im Zentrum unterwegs. Dort waren die Diebe besonders dreist: Sie rissen die Sirenenkästen von den Hauswänden und stiegen über Regenrinne in die Wohnungen ein. 

In Eppan wurde in 2 Mehrfamilienhäuser in St. Michael und St. Pauls eingebrochen, die Täter flüchteten mit Bargeld und Schmuck.  

Viele Opfer empfinden das Eindringen in die eigenen „vier Wände“ als besonders belastend. Neben dem reinen Sachschaden und eventuell dem Verlust von unersetzbaren Erinnerungsstücken fühlen sich Betroffene in der eigenen Wohnung nicht mehr wohl. Unsicherheit und Ängste belasten die Opfer oft noch lange nach der Tat. Hier die Tipps der Staatspolizei: 

  • Dass man sich vor einem Einbruch schützen kann, zeigt die Erfahrung der Beamten: Fast 40 Prozent der Taten bleiben im Versuch stecken – nicht zuletzt wegen technischer Sicherungen an Fenstern oder Türen.
  • Nachbarschaftshilfe: Aufmerksame Nachbarn können helfen, Einbrüche zu verhindern und schnell die Polizei zu informieren. 
  • Einbrecher kommen oft tagsüber, wenn üblicherweise niemand zu Hause ist – zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend, bei einsetzender Dämmerung oder an Wochenenden.
  • Die Sorglosigkeit mancher Bewohner erleichtert vielfach die Tat: Da wird die Wohnungs- oder Haustür nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da kommt der Schlüssel in sein vertrautes „Versteck“ unter der Matte, im Blumenkasten oder auf dem Türrahmen, da bleiben gut erreichbare Fenster, Balkon- oder Terrassentüren in Kippstellung offen.
  • Sicherheitsbewusstes Verhalten und solide mechanische Sicherungstechnik (z. B. Schutzbeschläge und Zusatzschlösser) stehen beim Einbruchschutz an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand. Auch Scheinwerfer mit Bewegungsmeldern schrecken ab. 
  • Alarmanlagen (sogenannte Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur. Sie können mechanische Sicherungen nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Sie erhöhen das Entdeckungsrisiko für Einbrecher und bieten so zusätzlichen Schutz.

D/stol

stol