Dienstag, 16. Mai 2017

Urteil im Fall Ladurner vertagt

Dem Meraner Anwalt Thomas Ladurner wird vorgeworfen, als Sachwalter eine 92-jährige Frau übervorteilt zu haben. Eigentlich hätte das Urteil am Bozner Landesgericht bereits am heutigen Dienstag fallen sollen, dann wurde die Urteilsverkündung vertagt.

Blick ins Gericht: Prozess von Thomas Ladurner
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Blick ins Gericht: Prozess von Thomas Ladurner - Foto: © STOL

Seit mittlerweile 2 Jahren zieht sich der Prozess nun schon hin. Begonnen hatte alles, als die Pflegerin Olga Barisheva Anzeige erstattet hatte. Sie belastet Laduner schwer. Er sei der Drahtzieher hinter einem Testament gewesen, um im Hintergrund selbst mit zu kassieren. Auch habe er Geld vom Konto seiner Schutzbefohlenen abgehoben.

Es geht um nicht unbeträchtliche Summen: Im Testament - lautend auf die Pflegerin - sind 400.000 Euro angeführt. Zudem sind zwischen April 2010 und Dezember 2013 114.000 Euro wischen Zahlungen und Behebungen ausgegeben worden. Ladurner hatte diese Abrechnungen für korrekt befunden, obgleich Belege angeführt wurden, die in keinem Zusammenhang mit der 92-Jährigen stehen.

Urteilsverkündung am 13. Juni

Unterschlagung im Amt, Übervorteilung von Arglosen und Amtsmissbrauch werden Ladurner vorgeworfen. 

Staatsanwalt Igor Secco hatte am Montag 6 Jahre Haft gefordert (STOL hat berichtet). Am Dienstag hatte dann die Verteidigung das Wort. Sie zieht vor allem die Glaubwürdigkeit der Pflegerin in Zweifel. 

Die Urteilsverkündung wurde auf den 13. Juni vertagt.

stol

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