Dienstag, 10. Januar 2017

Urteil in Thailand: Naturnser werden ausgewiesen

Im Fall der zwei Naturnser, die in Thailand Flaggen geschändet haben sollen, ist am Dienstag die Entscheidung gefallen.

Ian Gerstgrasser und Tobias Gamper mussten in Thailand vors Militärgericht. Ihnen wurde Schändung der Flagge vorgeworfen.
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Ian Gerstgrasser und Tobias Gamper mussten in Thailand vors Militärgericht. Ihnen wurde Schändung der Flagge vorgeworfen.

Am Dienstag mussten sich die beiden Naturnser Tobias Gamper (20) und Ian Gerstgrasser (18) vor einem Militärgericht in Thailand verantworten. Wie berichtet, wurde den beiden jungen Männern die Schändung der thailändischen Flagge vorgeworfen. Die Schändung der Flagge ist in Thailand kein Bagatelldelikt: Darauf stehen bis zu zwei Jahre Haft und/oder eine Geldstrafe von rund 106 Euro.

Das Militärgericht verurteilte die beiden zu einer Geldstrafe – die Höhe der Strafe ist noch nicht bekannt –, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem werden die beiden Männer ausgewiesen. Bis sie allerdings in ihre Heimat zurückkehren dürfen, dürfte es aufgrund von Formalitäten noch ein paar Tage dauern. Bis zu ihrem Heimflug befinden sie sich in Polizeigewahrsam.

Am Montag klickten die Handschellen

Tobias Gamper (20) und Ian Gerstgrasser (18) waren am Montagmorgen Ortszeit von der thailändischen Polizei verhaftet worden. Den beiden Naturnsern wurde vorgeworfen, am Samstagmorgen mehrere thailändische Flaggen vor einem Einkaufszentrum in der Provinz Krabi zu Boden gerissen zu haben. Überwachungskameras hielten die Tat fest, die Polizei identifizierte die beiden Südtiroler als Täter, die Handschellen klickten.

Im Video: Die Aufnahmen der Überwachungskameras

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Gamper und Gerstgrasser entschuldigten sich nach ihrer Verhaftung in einer Videobotschaft bei der thailändischen Bevölkerung. In dem Video, das auf Facebook verbreitet wurde, betonten die jungen Männer, wie sehr sie Thailand mochten und von dem Gesetz, dass die Schändung der Flagge bestraft, nichts wussten. Sie begründeten ihre Tat, die sie nicht abstritten damit, dass sie „sehr, sehr betrunken“ waren. Medienberichten zufolge hatten Gamper und Gerstgrasser angegeben, den besagten Abend in einem Pub verbracht zu haben.

Im Video: Die Entschuldigung

stol

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