Dienstag, 21. März 2017

US-Behörden verbieten Laptops im Handgepäck bei Flügen aus Nahost

Aus Furcht vor Anschlägen verbannen die US-Behörden Laptops und andere elektronische Geräte aus dem Handgepäck bestimmter Flugreisender.

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Das am Dienstag in Washington verkündete Verbot betrifft Passagiere, die von zehn Flughäfen im Nahen Osten und in Nordafrika direkt in die USA fliegen – darunter stark frequentierte Drehkreuze wie Istanbul oder Dubai. Die Maßnahme ist zeitlich nicht befristet.

Ein US-Regierungsvertreter begründete das Verbot mit Erkenntnissen der Geheimdienste. Diese deuteten darauf hin, dass Extremisten versuchen könnten, Sprengsätze in Elektronikgeräten an Bord zu schmuggeln.

„Terrorgruppen haben nach wie vor die zivile Luftfahrt im Visier und arbeiten aggressiv an neuen Methoden, wie sie ihre Anschläge ausführen können“, sagte er. Die betroffenen Flughäfen liegen in acht mehrheitlich muslimischen Ländern.

Das Verbot bezieht sich auf Geräte, die größer sind als Smartphones – also etwa Laptops, Tablet-Computer, Spielekonsolen und Kameras. Diese müssen künftig beim Check-in mit dem Gepäck abgegeben werden. Mobiltelefone dürfen weiter mit an Bord genommen werden, ebenso dringend benötigtes medizinisches Gerät.

US-Fluglinien werden von der Maßnahme nicht berührt, weil sie keine Direktflüge zwischen den zehn betroffenen Flughäfen und den USA anbieten. Neben Istanbul und Abu Dhabi handelt es sich dabei um Dubai, Doha, Kuwait, Casablanca, Kairo, Riad, Jeddah und Amman. Betroffen sind die Fluglinien Qatar Airways, Emirates, Etihad, Turkish Airlines, Saudi Airlines, Royal Air Maroc, EgyptAir, Kuwait Airways und Royal Jordanian.

apa/afp

stol