Sonntag, 13. März 2022

US-Journalist in Irpin bei Kiew getötet

Unweit von Kiew ist ukrainischen Angaben zufolge der US-Journalist Brent Renaud getötet worden. Ein weiterer Journalist wurde verletzt. Die beiden Männer seien in der etwa 10 Kilometer nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt gelegenen Ortschaft Irpin unter Beschuss geraten, teilte die Polizei des Gebietes Kiew am Sonntag mit.

Irpin ist seit Tagen Ziel russischer Angriffe. - Foto: © APA/afp / SERGEI SUPINSKY

Die Angaben wurden auch vom Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Heraschtschenko, im Nachrichtenkanal Telegram verbreitet. Später bestätigte sie auch der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak.

Auf Telegram veröffentlichte ein Kiewer Krankenhaus ein Video, das den durch einen Splitter im Beckenbereich verletzten Kollegen nach seiner Einlieferung zeigen soll. Darin erzählt der Mann, sie seien in der umkämpften Ortschaft von einem Kontrollpunkt aus beschossen worden.

Der Bürgermeister von Irpin, Olexander Markuschyn, verbot Journalisten später bis auf Weiteres den Zutritt zum unmittelbaren Frontgebiet.

Ukrainischen Angaben zufolge sollen russische Soldaten geschossen haben. Aus Moskau gab es zunächst keine offizielle Reaktion auf die Vorwürfe.

Berichten, wonach es sich bei dem Getöteten um einen Reporter der „New York Times“ handelte, widersprach die US-Zeitung. Renaud habe zwar in der Vergangenheit für das Blatt gearbeitet, sei aber nun nicht für die „Times“ in der Ukraine im Einsatz gewesen, teilte ein Sprecher auf Twitter mit. Man sei „zutiefst traurig“ angesichts der Berichte über den Tod des Filmemachers.

Zuvor hatte auch der stellvertretende Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, Paul Ronzheimer, auf Twitter ein Video gepostet, das demnach die Rettung des verletzten Journalisten zeigt.

Alle Berichte zum Krieg in der Ukraine finden Sie hier.

apa

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