Den ganzen Tag über war über Bolsonaros Verbleib spekuliert worden. Aus US-Außenministeriumskreisen war zuvor verlautet, dass Washington zur Aufnahme des unterlegenen brasilianischen Präsidentschaftskandidaten und seiner Familie bereit sei. „Das Außenministerium wird Flavio Bolsonaro und seiner Familie Visa ausstellen und ihnen die Einreise in die Vereinigten Staaten gestatten“, erklärte ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums am Dienstag in Washington.<BR /><BR />Der Oberste Gerichtshof in Brasília hatte die Ausreise des 45-Jährigen eigentlich untersagt. Bolsonaro hatte erklärt, Brasilien nicht verlassen zu wollen - und von einem „Einschüchterungsversuch“ gesprochen.<BR /><BR />Die brasilianische Justiz ermittelt gegen Flávio Bolsonaro wegen des Verdachts auf Korruption und Geldwäsche. Der Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro war am Sonntag bei der Präsidentschaftswahl Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva unterlegen. Die Bolsonaro-Familie steht US-Präsident Donald Trump politisch nahe.